Neue Ungereimtheiten im Fall Mike Brennan

10. März 2009, 13:59
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Zeuge sagt aus, Brennan habe Verletzungen nur simuliert - Aussage des Zimmerkollegen in Akten geschwärzt

Im Fall des US-amerikanischen Lehrers Mike Brennan, der zwei Wiener Polizisten vorwirft, ihn schwer misshandelt zu haben, gibt es nun weitere Ungereimtheiten: Nachdem erst unter herber Kritik das "Büro für besondere Ermittlungen", das dem Polizeipräsidenten Pürstl untersteht, mit der Untersuchung des Falls betraut wurde, hat sich nun auch das Landesamt für Verfassungsschutz eingeschaltet.

Terrorismus-Bekämpfer im Dienst

Jene BeamtInnen, die sonst mit Terrorismusfällen zu tun haben, brachten nun neues Zeugenmaterial zu Tage: Ein Mann, der mit Mike Brennan das Spitalszimmer geteilt haben soll, wird in Akten mit der Aussage zitiert, der Lehrer sei "herumgehüpft, als ob nichts gewesen wäre". Erst, als ORF-Reporter anwesend waren, habe er sich auf seine Krücken gestützt.

Was an der Aussage verwundert: Dass Brennan schwer verletzt war, wurde von mehreren ÄrztInnen bescheinigt - unter anderem vom Amtsarzt der Wiener Polizei. Zudem wirft die Tatsache, dass der Name des Zeugen in den Akten geschwärzt wurde, Fragen auf - schließlich handle es sich bei der Anonymisierung "um einen Zeugenschutz, der nur in Mafiaprozessen gewährt wird", so der Falter in seiner aktuellen Ausgabe. (red, derStandard.at, 10.3.2009)

 

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