Einbruch bei Exporten

10. März 2009, 11:59
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Die weltweite Konjunkturkrise bringt den langjährigen Exportweltmeister Deutschland immer stärker in Bedrängnis

Die Ausfuhren brachen im Jänner um mehr als 20 Prozent auf 66,6 Mrd. Euro ein. Dies war der stärkste Rückgang seit 16 Jahren. Die Einfuhren sanken um 12,9 Prozent auf 58,1 Mrd. Euro, wie das Statistische Bundesamt am Dienstag mitteilte. Gegenüber Dezember 2008 nahmen die Ausfuhren kalender- und saisonbereinigt um 4,4 Prozent und die Einfuhren um 0,8 Prozent ab.

"Sowohl die Exporte in die EU, unserem wichtigsten Absatzmarkt, als auch jene in die Drittländer sind auf breiter Front eingebrochen", erklärte der Präsident des Bundesverbandes Großhandel, Außenhandel, Dienstleistungen (BGA), Anton Börner. Für die zweite Jahreshälfte 2009 hoffe die Exportwirtschaft, dass die weltweiten Konjunkturprogramme greifen "und Licht am Ende des Tunnels zu sehen sein wird". Nach Erwartung der Weltbank wird der Welthandel 2009 auf den niedrigsten Stand seit 80 Jahren zurückgehen. "Umso wichtiger ist, dass wir nicht in eine Protektionismusspirale eintreten, welche die Weltwirtschaft endgültig zum Erliegen bringen würde", betonte Börner.

Die Exporte in die Mitgliedstaaten der EU verringerten sich zu Jahresbeginn um 18,7 Prozent auf 43,9 Mrd. Euro. Die Einfuhren sanken um 13,8 Prozent auf 36,7 Mrd. Euro. Die Versendungen in die Euro-Zone gingen um 17,4 Prozent zurück und die Importe um 12,1 Prozent. Am stärksten brachen mit 24,5 Prozent auf 22,7 Mrd. Euro die Exporte in Länder außerhalb der EU ein. Die Einfuhren von dort verringerten sich um 11,3 Prozent auf 21,4 Mrd. Euro.(APA)

 

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