E.ON senkt Gewinnprognose

10. März 2009, 10:57
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Deutschlands größter Energieversorger E.ON hat wegen der Konjunkturkrise seine Gewinnprognose deutlich gesenkt

Düsseldorf - Deutschlands größter Energieversorger E.ON hat wegen der Konjunkturkrise seine Gewinnprognose deutlich gesenkt. Das bereinigte operative Ergebnis vor Zinsen und Steuern (Adjusted Ebit) für 2010 werde voraussichtlich mit 11 Mrd. Euro um mehr als 11 Prozent niedriger ausfallen als bisher erwartet, teilte der Energieriese am Dienstag anlässlich der Präsentation der Konzernbilanz 2008 in Düsseldorf mit.

Ausschlaggebend dafür seien der wegen der Wirtschaftskrise rückläufige Strom- und Gasabsatz und negative Effekte aus der Regulierung der Strom- und Gasnetze in Deutschland. Der Kurs der E.ON-Aktie brach daraufhin zeitweise um mehr als 10 Prozent ein.

Im laufenden Jahr rechnet der Konzern mit einem operativen Ergebnis auf Vorjahresniveau. Der bereinigte Konzernüberschuss werde aber um rund 10 Prozent unter dem Vorjahreswert liegen.

Angesichts des schwierigeren wirtschaftlichen Umfeldes hat der Düsseldorfer Konzern seine Investitionspläne für die Jahre 2009 bis 2011 um rund 6 Mrd. Euro gekürzt. E.ON werde aber dennoch jährlich im Durchschnitt 10 Mrd. Euro investieren, teilte der Konzern mit. Ein Drittel davon gehe in die Modernisierung und den Ersatz von Netzen und Kraftwerken in Deutschland und Großbritannien. Zwei Drittel seien für Wachstum vorgesehen. Schwerpunkt ist dabei der Ausbau der Kraftwerkskapazitäten in den Niederlanden, in Belgien, in der Slowakei und in Russland.

Im Geschäftsjahr 2008 steigerte der Essener Konzern den Umsatz um 26 Prozent auf knapp 87 Mrd. Euro. Das Adjusted Ebit stieg um 7,3 Prozent auf 9,9 Mrd. Euro. Der bereinigte Konzernüberschuss stieg um 9 Prozent auf 5,6 Mrd. Euro. Unter dem Strich lag der Konzernüberschuss der E.ON-Gesellschafter allerdings mit rund 1,3 Mrd. Euro um 82 Prozent unter dem Vorjahreswert. Hier machten sich vor allem Wertberichtigungen in Milliardenhöhe im US-Geschäft und bei den Engagements in Spanien, Italien und Frankreich bemerkbar. Außerdem wirkten sich höhere Zinsaufwendungen und Derivategeschäfte zur Absicherung des Rohstoffbedarfs aus. (APA/AP)

 

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