37 Gemeinden noch ohne Bürgermeister

10. März 2009, 07:50
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Stichwahl Orange gegen Rot in Klagenfurt - BZÖ-Spitzenkandidat Scheider will Siegeszug von Rechtsaußen fortsetzen

Klagenfurt - In 37 Kärntner Kommunen gibt es auch nach den Kommunalwahlen am 1. März noch keinen neuen Bürgermeister. Dort hat keiner der Kandidaten im ersten Durchgang eine absolute Mehrheit erreicht, daher werden am 15. die Wähler noch einmal zu den Urnen gerufen. Am meisten Stichwahlen gibt es im Bezirk Spittal, wo in neun Gemeinden noch einmal abgestimmt wird. Im Brennpunkt des Interesses steht aber das Match Orange gegen Rot in Klagenfurt. Wahlschluss ist diesmal schon um 16.00 Uhr, die Ergebnisse sollten daher gegen 18.00 Uhr vorliegen, vorausgesetzt es gibt keine Pannen.

Ergebnis amtlich

Die SPÖ hat am Sonntag noch 27 Kandidaten im Rennen, für die ÖVP hoffen noch 22 Teilnehmer an der Stichwahl, das BZÖ darf noch in 16 Kommunen nach dem Bürgermeistersessel schielen. Außerdem treten sieben Namenslisten-Kandidaten an, und in zwei Gemeinden sind Angehörige der slowenischen Einheitsliste auf den Stimmzetteln vertreten.

Das Ergebnis der Landtagswahl ist mittlerweile amtlich: Kärnten bleibt das einzige orange regierte Bundesland und baute seinen Vorsprung gegenüber 2004 (damals noch als FPÖ) beträchtlich aus. Die SPÖ verlor stark, die ÖVP holte von ihrem historischen Tiefstand aus auf, und die Grünen schafften den Einzug in den Landtag knapp. Die FPÖ verfehlte ihn.

Klagenfurt umkämpft

In der Landeshauptstadt hat Amtsinhaber Harald Scheucher (ÖVP) bereits verloren, er ist nicht einmal in die Stichwahl gekommen. Klagenfurter Bürgermeister können daher nur noch Christian Scheider vom BZÖ oder Maria-Luise Mathiaschitz von der SPÖ werden. Scheider hatte schon im ersten Durchgang einen Vierer vorn, Mathiaschitz schaffte 24 Prozent. Knapp 21.000 Wähler wollten Scheider schon am 1. März als Bürgermeister sehen, Mathiaschitz erhielt etwas mehr als 12.300 Stimmen. Die große Frage ist nun, was die 18.000 Wähler tun, die sich im ersten Durchgang für einen anderen Kandidaten entschieden.

Scheucher erhielt um nicht einmal 1.000 Stimmen weniger als Mathiaschitz, allgemein wird damit gerechnet, dass Scheider den größeren Anteil dieser Stimmen für sich gewinnen kann, womit das Match zugunsten des 45-Jährigen entschieden wäre. Mathiaschitz wirbt nun damit, eine "orange Übermacht" verhindern zu können, ob dieser Weg zum gewünschten Ziel führt, wird von Beobachtern aber bezweifelt. (APA)

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    APA-FOTO: Gert Eggenberger

    BZÖ-Spitzenkandidat Scheider will die SPÖ in die Schranken weisen

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