Weltweite Kundgebungen zum 50. Jahrestag

10. März 2009, 07:16
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Zusammenstöße zwischen Demonstranten und Polizei in Australien

Washington/Peking - Zum 50. Jahrestag des Tibet-Aufstandes haben weltweit Menschen aus Solidarität mit den Tibetern demonstriert. Vor dem Weißen Haus in Washington schwenkten Aktivisten in der Nacht auf Dienstag Fahnen und Transparente, bevor sie zwei Schweigeminuten zum Gedenken an die Rebellion und die anschließende Flucht des Dalai Lama nach Indien einhielten. Bei einer Kundgebung in Australien gab es Zusammenstöße mit der Polizei, als Demonstranten versuchten, zur chinesischen Botschaft vorzudringen. Vier Aktivisten wurden nach Polizeiangaben festgenommen.

Die chinesische Polizei verwies drei Reporter der Nachrichtenagentur AFP am Dienstag aus einem tibetischen Kloster. Der Aufenthalt in La Jia sei untersagt, ebenso wie an einigen anderen Orten der Provinz Quinghai, sagte ein Polizeibeamter zur Begründung. In Tibet und den benachbarten Provinzen im Süden Chinas herrschten anlässlich des Jahrestages ein erhöhtes Sicherheitsaufgebot. In Lhasa wurden Straßenkreuzungen von bewaffneten Polizisten bewacht.

Bei Unruhen am 14. März vergangenen Jahres waren nach tibetischen Angaben 200 Tibeter getötet worden, die Regierung in Peking sprach hingegen von 21 Todesopfern. 1200 Tibeter werden nach Angaben der Internationalen Tibet-Kampagne seither vermisst. (APA)

 

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