Stammesführer schließen Abkommen mit Regierung

9. März 2009, 18:35
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Taliban sollen keinen Unterschlupf mehr in Mamoun finden

Khar - Stammesführer in der an Afghanistan grenzenden halbautonomen Grenzregion Bajaur haben am Montag ein Abkommen mit Pakistan unterzeichnet, wonach sie militanten Islamisten keinen Unterschlupf mehr gewähren wollen. Die Stammesältesten in dem Bezirk Mamoun hätten zugesichert, dass die Aufständischen die Waffen niederlegen und fortan friedlich leben würden, sagte ein Regierungsvertreter in der Bezirkshauptstadt Khar.

In dem 28 Punkte umfassenden Abkommen wurde den Angaben zufolge vereinbart, dass alle aufständischen Gruppen aufgelöst und die Regierungsgewalt wieder hergestellt werden sollen. Ausländische Rebellen würden nicht beherbergt und daran gehindert, Trainingslager zu errichten. Zudem sollten Regierungsvertreter und Sicherheitskräfte nicht mehr angegriffen oder entführt werden und volle Bewegungsfreiheit in Mamoun genießen.

In Mamoun leben etwa ein Drittel der 900.000 Bewohner der halb-autonomen Region Bajaur. Die Stammesführer waren zuvor uneins darüber gewesen, ob sie die Regierung in Islamabad oder die Aufständischen unterstützen sollten. Die pakistanische Armee hatte Ende Februar verkündet, die Taliban nach einer sechsmonatigen Offensive im an Afghanistan angrenzenden Bajaur im Nordwesten Pakistans besiegt zu haben.

Bereits am Sonntag waren fünf pakistanische Soldaten einer paramilitärischen Einheit sieben Monate nach ihrer Entführung durch mutmaßliche Taliban-Kämpfer in Mamoun freigelassen worden. Ebenfalls am Sonntag wurden bei Kämpfen in dem Bezirk fünf Aufständische getötet, die ein Militärlager angegriffen hatten. (APA)

 

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