Ungarn will Forint mit allen Mitteln stützen

9. März 2009, 18:15
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Die ungarische Zentralbank will die Talfahrt der Landeswährung Forint mit allen Mitteln beenden

Budapest - Die ungarische Zentralbank will die Talfahrt der Landeswährung Forint mit allen Mitteln beenden. Die Bank werde Liquidität und EU-Mittel in den Markt pumpen und alle ihr zur Verfügung stehenden geldpolitischen Instrumente einsetzen, erklärte sie nach zwei außerordentlichen Sitzungen. Bereits am Montag gab es erste Euro-Devisenswapgeschäfte mit drei und sechs Monaten Laufzeit mit Banken, die im Zug der Finanzkrise Probleme haben, ihren Bedarf an Fremdwährung am internationalen Geldmarkt zu decken.
Nachdem der Forint am Freitag auf ein Rekordtief zum Euro gefallen war, erholte sich Ungarns Währung am Montag leicht. Gerüchte, dass Einlagen eingefroren werden könnten, wurden von der Notenbank dementiert. Die Maßnahme sei auch nicht nötig, erklärte ErsteBank-Analyst Rainer Singer, da Ungarn über ausreichend Fremdwährungsreserven verfüge.
Die Zentralbank erklärte, das ungarische Bankensystem sei trotz Forintverfalls stabil. Westeuropäische Großbanken würden ihren Filialen weiter Finanzmittel zur Verfügung stellen. (kol, Reuters, DER STANDARD, Print-Ausgabe, 10.3.2009)

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