Größeres Sterberisiko bei höherem Schlafbedarf

9. März 2009, 16:51
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Ältere Frauen, die viel Schlaf benötigten sterben eher

Frankfurt/Main  - Ältere Frauen sollten sich mittags nicht zu lange schlafen legen. Denn wenn der tägliche Mittagsschlaf mindestens drei Stunden dauert, steigt das Sterberisiko deutlich an. Das ergab jetzt eine US-Studie. Das Ergebnis steht damit in einem gewissen Widerspruch zu früheren Untersuchungen, wonach Nickerchen tagsüber generell gesund sind und etwas das Risiko für Herzerkrankungen senken.

Langer Mittagsschlaf: höhere Sterblichkeit

Die Forscher vom California Pacific Medical Center in San Francisco beobachteten das Schlafverhalten und die gesundheitliche Entwicklung von mehr als 8.000 älteren Frauen über einen Zeitraum von sieben Jahren. Dabei lag die Sterblichkeit bei jenen Frauen, die täglich mittags mindestens drei Stunden schliefen, um fast die Hälfte höher als bei den übrigen Teilnehmerinnen.

Auch unabhängig vom Mittagsschlaf starben jene Frauen eher, die besonders viel Schlaf benötigten. Studienleiterin Katie Stone vermutet im "Journal of the American Geriatric Society", dass ein besonders hoher Schlafbedarf ein Zeichen entweder von Schlafstörungen oder von anderen gesundheitlichen Problemen ist. Möglicherweise könne eine bessere Schlafqualität die Sterblichkeit älterer Frauen senken.

Grundsätzlich rät Stone keineswegs von Mittagsschläfchen ab: "Kürzere Nickerchen sind scheinbar nicht mit einem erhöhten Sterberisiko verbunden", betont sie. (APA/AP)

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