Werbekampagne: Video­spielen führt zu frühem Tod

9. März 2009, 16:00
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Das britische Gesundheitsministerium will mit einer umstrittenen Kampagne auf Bewegungsmangel bei Kindern aufmerksam machen

Das Gesundheitsministerium in Großbritannien versucht derzeit mit einer umstrittenen Kampagne, Eltern auf Risiken von zu wenig Bewegung aufmerksam zu machen. Dabei wird laut MCV vor einem frühen Tod in Zusammenhang mit Videospielen gewarnt. Spieler und der Branchenverband sind empört.

Spielebranche verärgert

In den Anzeigen im Rahmen der "Change4Life"-Kampagne ist ein Bub mit einem Spielcontroller auf einem Sofa zu sehen. Daneben ist der Text "Risk an early death, just do nothing" zu lesen, auch in Anspielung auf ein frühes Spielende bei Nichtreagieren. Der britische Branchenverband Elspa kritisiert laut Branchenmagazin MCV die Werbekampagne. Gespräche, die sie zuvor mit dem Gesundheitsministerium geführt hätten, seien in Gegensatz zum jetzigen Vorgehen der Behörde gestanden, heißt es in einem Statement.

Kampagne für mehr Bewegung

Die Inserate sollen vor allem in Frauenzeitschriften die Aufmerksamkeit von Müttern auf sich ziehen. Hinter der Kampagne stehen unter anderem Diabetes UK, Cancer Research und der British Heart Foundation. Change4Life wirbt grundsätzlich für mehr Bewegung und gesündere Ernährung. Aufgebrachte Spieler haben mittlerweile eine Facebook-Gruppe gegen die Kampagne gegründet und rufen auf, Beschwerde beim britischen Werberat ASA einzulegen. (red)

  • Das britische Gesundheitsministerium hat umstrittene Anzeigen für mehr Bewegung geschaltet.

    Das britische Gesundheitsministerium hat umstrittene Anzeigen für mehr Bewegung geschaltet.

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