Dickes Minus im Februar

9. März 2009, 15:28
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877 von 1.122 österreichischen Investmentfonds weisen eine negative Einjahresperformance auf

Wien - Heimische Investmentfonds weisen im Februar laut einer aktuellen Statistik der Vereinigung Österreichischer Investmentgesellschaften (VÖIG) einmal mehr klar negative Performance-Zahlen aus. 877 der insgesamt 1.122 Fonds mit einer Historie von zumindest einem Jahr verbuchen demnach ein Minus.

Minus 19,31 Prozent im Schnitt

Im arithmetischen Mittel ohne Berücksichtigung von Fondsvolumina oder Kategorien weisen die Fonds per Ende Februar eine Negativ-Performance von 19,31 Prozent aus. Damit sind die Fonds wieder etwas zurückgefallen, Ende Jänner lag das Minus noch bei 16,7 Prozent.

Unter den größten Verlierern fanden sich auch im Februar erneut viele Wachstumsmärktefonds, und hier vor allem Fonds mit einem Schwerpunkt auf Osteuropa und Russland. Das größte Performance-Minus verbuchte per Ende Februar der "AIF Option+" der CPB Kapitalanlage GmbH, der Fonds büßte binnen eines Jahres 85,51 Prozent an Wert ein. Das zweit- und drittgrößte Minus verzeichnen der Tury Finanz Equity (minus 77,50 Prozent) aus dem selben Fondshaus und der in Dollar begebene "ESPA Stock Europe-Emerging" der Erste Group-Fondstochter Sparinvest.

Anleihefonds stark im Plus

Deutliche Gewinne trotz der Börsenkrise erzielten wie schon im Vormonat vor allem einige Anleihenfonds. Angesichts von Rezessionsängsten und weiter nach unten stürzenden Aktienkursen konnten die als sichere Häfen geltenden Staatsanleihen zuletzt in vielen Ländern stark zulegen. Die beste Einjahresperformance von 34,22 Prozent weist die VÖIG-Statistik für den in ungarischen Forint begebenen "ESPA Bond International" der Sparinvest aus. Die Performance von in Fremdwährung begebenen Fonds ist allerdings nur bedingt mit jener von Euro-Fonds vergleichbar.

Auf den weiteren Spitzenplätzen folgen der "Kathrein Max Return" der Raiffeisen KAG mit einem Plus von 33,43 Prozent und der in Euro begebene "ESPA Bond YEN" der Sparinvest (plus 27,30 Prozent). Unter den "top ten" finden sich im Februar gleich sechs Anleihenfonds der Sparinvest.

Immo-Fonds top

Gemessen an der Dreijahres-Sharpe-Ratio rangieren einmal mehr vor allem Immobilienfonds auf den Spitzenplätzen. Aber auch Anleihenfonds konnten hier im Februar punkten. Die beste Sharpe-Ratio erreichte wie schon im Vormonat der "Constantia Real Estate" der CPB Immobilien Kapitalanlage GmbH mit einem Wert von 1,48. Insgesamt errechnet die VÖIG-Statistik für Februar nur für 16 Fonds eine positive Sharpe-Ratio.

Die Sharpe-Ratio setzt die erzielte Performance in Relation zum eingegangenen Risiko und macht damit den Anlageerfolg von Fonds mit verschiedenen Veranlagungskategorien besser vergleichbar. Die über den risikofreien Zinssatz hinausgehende Performance wird dabei durch das Risikomaß Volatilität dividiert. (APA)

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