Niederländer verzichtet auf Patent für Klärtechnik

9. März 2009, 15:02
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Verfahren soll weltweit umgesetzt werden können - Erfinder mit Preis ausgezeichnet

Singapur - Ein Niederländer erhält einen hoch dotierten Wasserpreis für eine Klärtechnik, die zugleich Energie und Dünger produziert. Gatze Lettinga habe das Verfahren bewusst nicht patentieren lassen, damit es weltweit weitreichend umgesetzt werden könne, berichtete eine Jury am Montag, die ihm den Lee Kuan Yew-Wasserpreis aus Singapur verlieh. Die Auszeichnung ist mit 300.000 Singapur-Dollar (umgerechnet 153.000 Euro) dotiert und wird für Errungenschaften auf dem Gebiet der Wasserversorgung verliehen.

Bei der Methode des Forschers von der Universität Wageningen werden Mikroorganismen eingesetzt, die ohne Sauerstoff arbeiten. Sie können Wasser aufbereiten, das mit vielen biologischen Substanzen verunreinigt ist, etwas aus Brauereien, Papier- und Zellstoffwerken, oder Destillerien. In Brasilien und Indien werde die Technik auch für städtische Abwässer genutzt.

Weltweit seien fast 3.000 Reaktoren im Einsatz, die auf Lettingas Methode basierten. Für den Preis gab es 39 Bewerbungen. Er wird in diesem Jahr zum zweiten Mal verliehen. Die Auszeichnung wird von der Singapore Millennium-Stiftung des staatlichen Vermögensfonds Temasek Holdings finanziert. (APA/dpa)

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