UNO übernahm Verantwortung von EUFOR

15. März 2009, 18:47
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Darabos: "Österreichs Soldaten verstehen Vertrauen in der Bevölkerung aufzubauen"

Wien - Am Sonntagvormittag hat die UNO-Mission MINURCAT bei einem Festakt in Abeche im Tschad von der bisherigen EUFO-Mission die Verantwortung für den Einsatzraum übernommen. Österreich war laut einer Aussendung des Verteidigungsministeriums bei der Zeremonie im Camp des Etoiles in Abeche durch den stellvertretenden Generalstabschef, Generalleutnant Othmar Commenda, vertreten.

Das Mandat für die bisherige Überbrückungsmission EUFOR zum Schutz von Flüchtlingen und Hilfsorganisationen im östlichen Grenzgebiet zur sudanesischen Provinz Darfur lief wie geplant am Sonntag aus und wurde durch die UNO-Mission MINURCAT (United Nations Mission in the Central African Republic and Chad) abgelöst.

"UNO schätzt die Österreicher"

Dazu Verteidigungsminister Norbert Darabos (SP): "Wie nur wenige Armeen auf der Welt verstehen es unsere Soldaten bei Friedensmissionen Vertrauen in der Bevölkerung aufzubauen. Auch im Tschad ist uns das durch ausgezeichnete Arbeit und viel Engagement gelungen. Die UNO schätzt die Österreicher, weil die tschadische Bevölkerung die Österreicher schätzt".

Das Mandat der UNO-Mission MINURCAT umfasst laut Verteidigungsministerium im Kern dieselben Aufgaben wie die eben zu Ende gegangene EU-Mission: Schutz von Zivilpersonen, insbesondere von Flüchtlingen und Binnenvertriebenen, Verbesserung der allgemeinen Sicherheitslage, um humanitäre Hilfsleistungen zu erleichtern, Unterstützung der Grundlagen für den langfristigen zivilen Wiederaufbau und von Maßnahmen, die für die freiwillige Rückkehr der Flüchtlinge und Vertriebenen notwendig sind sowie Schutz von Personal, Einrichtungen und Ausrüstung der UNO.

Das österreichische Kontingent unter UNO-Flagge (bis zu 130 Angehörige des Bundesheeres) wird weiterhin eine wichtige Aufgabe im Tschad wahrnehmen: Es wird als Logistikeinheit für den Transport der Versorgungsgüter verantwortlich sein. Bei der neuen Mission MINURCAT haben sich von den EUFOR Truppenstellern neben Österreich noch Irland, Polen, Finnland und Frankreich zu einem MINURCAT Engagement entschlossen. (APA)

 

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