OeNB warnt vor Vertrauensverlust bei Lockerung

9. März 2009, 13:02
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Ittner: In einer Phase mit in gewissem Maße verloren gegangenem Vertrauen in den Finanzsektor sollte nicht allzu viel aufgerührt werden

Wien - Die Oesterreichische Nationalbank (OeNB) warnt vor Vertrauensverlust bei einer Lockerung des Bankgeheimnisses. Die Debatte um das Bankgeheimnis sei ein "Thema mit Vertrauensaspekt", betonte OeNB-Direktor Andreas Ittner heute Montagvormittag im Klub der Wirtschaftspublizisten in Wien. Gerade jetzt in einer Phase mit in gewissem Maße verloren gegangenem Vertrauen in den Finanzsektor sollte hier nicht allzu viel aufgerührt werden, warnte er.

Die Bevölkerung solle das Vertrauen in das Bankwesen behalten, sprach sich Ittner gegen "Zusatzirritationen" aus. Änderungen seien ohnehin nur einstimmig möglich, "das kann von niemandem oktroyiert werden", so Ittner.

Umgekehrt dürfe Österreichs Bankgeheimnis aber auch nicht dazu dienen, dass "jemand meint, hier Dinge verstecken zu können", sagte Ittner unter Verweise auf strafrechtliche Delikte. Österreich dürfe nicht zu einem Hort von Verbrechergeldern werden, was es aber auch bisher nicht gewesen sei. Gegenüber dem Mittagsjournal des ORF-Radio betonte Ittner: "Österreich ist sicher keine Steueroase". (APA)

 

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