Mindestens 150 Tote bei Kämpfen

9. März 2009, 13:25
posten

LTTE-Einheiten hätten versucht Belagerungsring zu durchbrechen - Bei den Kämpfen seien nach Armeeangaben wahrscheinlich mehr Rebellen getötet worden

Colombo - Bei anhaltenden Kämpfen zwischen Regierungstruppen und Tamilen-Rebellen in Sri Lanka sind Armeeangaben zufolge mindestens 150 Aufständische getötet worden. Die verbliebenen Elite-Einheiten der "Befreiungstiger von Tamil Eelam" (LTTE) hätten seit Samstag versucht, den Belagerungsring der Armee um ihre letzte Zufluchtsstätte im Nordosten der Insel im Indischen Ozean zu durchbrechen, erklärte die Armee. Bei den anschließenden heftigen Gefechten seien wahrscheinlich insgesamt noch mehr Rebellen getötet worden, als die 150, deren Leichen bislang geborgen worden seien. Mehr als 600 Zivilisten sei die Flucht aus dem umkämpften Gebiet gelungen, zumeist mit Booten.

Versoorgungsschiff beschossen

Tamilische Rebellen haben im umkämpften Nordosten Sri Lankas nach Armeeangaben ein Versorgungsschiff mit Hilfsgütern für Flüchtlinge beschossen. Wie ein Militärsprecher am Montag in Colombo mitteilte, schlugen Artilleriegeschosse etwa 60 Meter neben dem Frachter ein, als dieser nördlich der Stadt Mullaitivu entladen wurde. Bei dem Angriff der Befreiungstiger von Tamil Eelam (LTTE) sei kein Schaden entstanden. Allerdings hätten nur etwa 140 der insgesamt 500 Tonnen Lebensmittel an Land gebracht werden können, sagte der Sprecher. Die LTTE äußerte sich zunächst nicht.

Das Schiff war nach Angaben des Militärs im Auftrag der Regierung in Colombo unterwegs und unter anderem mit Gütern aus dem Bestand des Welternährungsprogramm der Vereinten Nationen beladen. Für Zivilisten im Krisengebiet an der Nordostküste war es die erste Hilfslieferung seit Wochen. Zuletzt hatte die Regierung Ende Jänner einen Hilfskonvoi in die Region gelassen.

Die Regierungstruppen haben die Aufständischen auf ein Gebiet von etwa 45 Quadratkilometern zurückgedrängt. Bei dem seit 1983 anhaltenden Kampf der LTTE für einen eigenen Staat sind mindestens 70.000 Menschen ums Leben gekommen. (Reuters)

Share if you care.