Eine Zeitzeugin erzählt

"Die Erlebnisse haben sich in mein Gedächtnis eingebrannt"

9. März 2009, 14:48

Kusang Choden Dahdul erlebte 1959 als Sechsjährige den Aufstand in Tibet mit und flüchtete nach Indien - Ein derStandard.at-Interview

"Wenn der Eiserne Vorhang gefallen ist, warum dann nicht auch der 'Bambus-Vorhang'"? Kusang Choden Dahdul, sie flüchtete 1962 aus Tibet, träumt immer noch von "Rangzen", einem unabhängigen Tibet. Wirklichen glauben kann sie nicht mehr daran. Sie habe jahrelang nicht verstanden, warum der Dalai Lama weiterhin auf einen friedlichen Lösungsweg poche. Mittlerweile sehe sie den "Mittleren Pfad" aber als einzige, wenn auch unwahrscheinliche Möglichkeit für Tibet, etwas von seiner Autonomie zurückzubekommen.

Die Ereignisse des Volksaufstandes in Tibet im Jahr 1959 haben sich tief in das Gedächtnis der Lehrerin eingebrannt, die jetzt in Indien lebt. Viele Jahre lang, erzählt sie im derStandard.at-Interview, habe sie die Erinnerungen unterdrückt. Jetzt schreibt sie ein Buch über ihre Erlebnisse. Über ihren Vater, der im Gefängnis von Taring gefoltert und getötet wurde, und ihre Mutter, die kurz nach der Flucht nach Indien starb.

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derStandard.at: Vor 50 Jahren waren Sie sechs Jahre alt. Erinnern Sie sich an den Volksaufstand des Jahres 1959 in Tibet?

Kusang Choden Dahdul: Ja, ich war damals wirklich sehr jung. Seltsamerweise habe ich aber keinerlei Probleme damit, die Ereignisse von damals aus meinem Gedächtnis abzurufen. Ich kann mich zwar nicht mehr genau erinnern, was ich gestern zum Mittagessen hatte, dafür umso lebendiger an die Zeit damals. Das ist vermutlich deshalb, weil diese Jahre von 1959 und 1962 so traumatisch für mich waren, dass sie sich für immer in mein Gedächtnis eingebrannt haben. Ich habe versucht, diese Erinnerungen über Jahre zu unterdrücken, allerdings ohne Erfolg. Das war ein Fehler.

derStandard.at: Erzählen Sie uns von den Geschehnissen damals. Sie und Ihre Familie flüchteten?

Kusang Choden Dahdul: Ja. Meine Mutter, einer meiner Brüder und ich erlebten eine schier wundersame Flucht über den Nathula-Pass nach Sikkim (indischer Bundesstaat, Anm.) knapp bevor die Grenzen 1962 schlossen. Die schrecklichen Umstände, unter denen wir flüchteten, werden genau in meinem Buch erzählt.

derStandard.at: Sie leben seit 1962 in Indien. Ist Tibet immer noch ihre "Heimat"? Wie gehen Sie damit um?

Kusang Choden Dahdul: Ich lebe zwar außerhalb von Tibet, aber natürlich sehe ich mich als Tibeterin. Ich stehe im Kontakt mit Tibetern auf der ganzen Welt und beobachte aufmerksam, was aktuell passiert. 

derStandard.at: Wie war die Situation der Menschen in Tibet vor 1959, der Erinnerung ihrer Familie nach? 

Kusang Choden Dahdul: Ich selbst erinnere mich, dass Lhasa ein sehr glücklicher Platz voll von Picknicks und endlosen religiösen Festivals war. Meine Mutter hat mir einmal gesagt, ich solle mir der Gehirnwäsche der Kommunisten in der Schule bewusst sein und nie vergessen, dass wir frei waren, bevor die PLA (chinesische Volksbefreiungsarmee, Anm.) nach Tibet kam.

derStandard.at: Was denken Sie über die Rolle des Dalai Lama im Konflikt zwischen China und der tibetische Exilregierung. Der Weg der Gewaltlosigkeit wird ja teilweise in Tibet auch kritisch gesehen.

Kusang Choden Dahdul: Seine Heiligkeit ist meiner Meinung nach weiterhin der einzige Schlüssel für eine Lösung, die auf dem Verhandlungsweg erfolgen muss. Eine Einigung sollte unbedingt noch zu seinen Lebzeiten erreicht werden. Es bleibt quasi keine andere Wahl, wenn man sich die Situation in Tibet vor Augen führt. Dalai Lama hat sich für den "Mittleren Weg" entschieden (Anm. in diesem Fall "Autonomie statt Unabhängigkeit", der "Mittlere Weg" ist ein Grundprinzip des tibetischen Buddhismus). Die Ironie der Sache ist, dass China nicht glaubt, dass er das ehrlich meint. Ich persönlich, die ich so viel durchgemacht und all dies erlebt hat, hatte ein riesen Problem mit diesem "Mittleren Weg", aber mittlerweile glaube ich, dass ich den Sinn dahinter verstehe. Trotzdem träume ich immer noch von "Rangzen", dem unabhängigen Tibet.

derStandard.at: Im vergangenen Jahr war der Jahrestag der Aufstände Anlass für wochenlange Unruhen. Dabei kamen zahlreiche Menschen ums Leben. Wie haben Sie das erlebt?

Kusang Choden Dahdul: Für mich war das wie ein déjà vu. Das vertraute Gefühl der Hilflosigkeit war sofort wieder da. Ich habe mit den Leuten gelitten und auch meine Albträume suchten mich wieder heim. 

derStandard.at: China kann nicht verhindern, dass der Dalai Lama als offizielles Staatsoberhaupt von Tibet international von Staatschefs empfangen wird. 

Kusang Choden Dahdul: Ich denke, Seine Heiligkeit hat international viel für Tibet erreicht in den letzten 50 Jahren. Die umfassende internationale Unterstützung, die er sich erarbeitet hat und sein Weg von seinem Status als buddhistischer Führer hin zu einem der bekanntesten internationalen Persönlichkeiten ist schon erstaunlich und gibt uns große Hoffnung.

Wie auch immer, China ist jetzt eine Großmacht und in der aktuellen wirtschaftlichen Situation wird sich kein politischer Führer sich wirklich für uns einsetzen, wenn es hart auf hart kommt. Auch die weniger gebildeten Tibeter sind sich dessen bewusst. Optimismus existiert nicht mehr. Vorbei sind die Tage, als mein 85 Jahre alter Nachbar die Stiegen herauf gehinkt kam, um mir zu erzählen, dass er sich ganz sicher ist, dass ‘Bu George' (George Bush Sr.) Seiner Heiligkeit Tibet zum Geburtstag schenken wird.

derStandard.at: Sie glauben also nicht mehr daran, dass Tibet eines Tages unabhängig wird?

Kusang Choden Dahdul: Die Träumerin in mir sagt: "Ja, natürlich glaube ich daran!" Aber die Realistin ist sich schon nicht mehr so sicher und die Hoffnung in mir meint: "Wenn der Eiserne Vorhang gefallen ist, warum dann nicht auch der 'Bambus-Vorhang'"? 

derStandard.at:  Wie sehen Sie das Bild des Westens von Tibet als Inbegriff für Friedfertigkeit und Spiritualität? 

Kusang Choden Dahdul: Tibet war immer schon ein spirituelles Land und ich höre, dass das auch heute noch so ist, ungeachtet der Unterdrückung. Das hilft den Menschen zu überleben. Friedfertig? Ich denke nicht, dass der Westen dieses Bild seit letztem Jahr noch hat. (mhe, derStandard.at, 9.3.2009)

Link: Tibet-Filmwoche in Wien: 10. bis 17. März

Auszüge aus dem Buch 'Tear Drops On The Shores Of The Kyichu River' (Arbeitstitel) von Kusang Choden Dahdul.

Zur Person: Kusang Choden Dahdul, geboren 1953, lebte bis 1962 in Tibet, von wo sie mit ihrer Mutter und ihrem Bruder flüchtete. Ihr Vater kam in einem Gefängnis ums Leben. Sie lebt seit ihrer Flucht im indischen Bundesstaat Sikkim, wo sie lange Jahre als Lehrerin arbeitete. Kusang Choden Dahdul hat uns gebeten, das Interview ohne Foto zur Verfügung zu stellen.

 

Kommentar posten
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1 2 3 4 5
plau graut
 
52
10.3.2009, 13:34
wie man es schafft,

zum Beispiel in der Beurteilung der Geschichte der Türkei, fast ein Jahrhundert nach den Ereignissen, hinsichtlich Laizismus von der "modernen Türkei" schwärmerisch zu sprechen,

und gleichzeitig in Sachen Tibet bedenkenlos die Autonomie unter Dalai Lama, oder wie auch immer, zu befürworten,
ist schon nicht ganz klar.
- egal.

insertnamehere
 
01
11.3.2009, 08:56
Sagen wir mal so:

Ich persönlich bin der Ansicht, dass es weder Tibeter NOCH Chinesen und auch keine Uiguren, Marsianer oder Klingonen verdient haben, von der KPCh beherrscht zu werden. Weil selbige unterdrückerisch und darüber hinaus noch bis ins Mark korrupt ist.

Des weiteren bin ich der Meinung, dass es doch wohl nur ein Scherz sein kann, ausgerechnet eine KP als Garant für eine Modernisierung anzusehen.

Ich bin sicher, dass der Ruf nach Autonomie schnell leiser werden wird, wenn man zumindest einen Ansatz von Bürgerrechten und Arbeitnehmerschutz etc. in GANZ China einführert.

Das wird die "Retterin der Arbeiterklasse" allerdings in 100 Jahren nicht zulassen.

plau graut
 
00
11.3.2009, 21:23
"System: bis ins Mark korrupt"

es ist Ihnen vermutlich bekannt, dass in China wegen Korruption hin und wider ein sehr "hartes Gerichtsurteil" ausgesprochen und vollzogen wird. Das liefert mM einen Hinweis zumindest auf zwei bemerkenswerte Faktoren:
1. wie groß das Problem ist, und wie schwer, ihm beizukommen
2. dass das System zwiespältig ist, gewiß nicht im geistigen und moralischen Ansatz uniform und monoton.

Weiters glaub ich, dass das besagtes System zwar rigide, aber nicht UN-WANDELBAR ist......

und bitte erzählen Sie mir jetzt möglichst gereizt, von oben herab, recht lässig und arrogant,
welcher grenzenlosen Naivität es bedarf, solche ansichten zu haben.

lothar matthäus
22
12.3.2009, 11:16
Leicht fasslich:


Korruption ist der natürliche Begleiter von politischen Systemen,
in denen es keine demokratische Kontrolle gibt!

Das könnte sogar ein Krautkopf verstehen!

*

Timagoras
 
11
10.3.2009, 21:31
"und gleichzeitig in Sachen Tibet bedenkenlos die Autonomie unter Dalai Lama, oder wie auch immer, zu befürworten"


also auch autonomie "oder wie auch immer" (also ohne den Dalai Lama) ist GANZ GANZ böse?

wie man es als Österreicher schafft, zu behaupten, die Tibeter wären einfach nicht fähig, sich autonom zu verwalten und über ihr schicksal selbst zu entscheiden, weil die Tibeter der fremdherrschaft bedürfen, die denen sagt, was für sie gut ist,
und wie man es als Europäer schafft, bedenkenlos diese fremdherrschaft unter der chinesischen nomenklatura oder wie auch immer, zu befürworten,
ist schon nicht ganz klar.

- nicht egal.

plau graut
 
23
11.3.2009, 20:48
"fremdherrschaft... bedenkenlos zu befürworten"

gesprächs-taktisch ist es eine kolossale Leistung, dem Widersacher eine Aussage - nur so halt - zu unterstellen. - Gratulation!

Was Anderes: warum sollte man die Stimme der Ausland-Tibeter ignorieren oder herabsetzen?

Allerdings: von welch "guten geistern" diese angespornt sind,
entpuppt sich am laufenden Band.

Die Argumentation ist zum nicht geringen Teil: hasserfüllt, bewußt irreführend und auch arrogant-dumme Wortmeldungen @standard-Begünstigter (warum bloß?) sind nicht zu übersehen.

Schlimmer aber: die Tibeter könnten eines tags vor Staunen erblassen, welch "gute Freunde" sie doch haben.

Timagoras
 
11
12.3.2009, 02:32
"Schlimmer aber: die Tibeter könnten eines tags vor Staunen erblassen, welch "gute Freunde" sie doch haben"


und davor müssen sie natürlich unter allen umständen und mit ALLEN mitteln bewahrt werden, nicht wahr?

el dus
 
114
10.3.2009, 10:10
Vielleich findet man auch in Österreich noch ein paar Kommunisten,

die den Putschversuch der Kommnisten, den Olah niederschlug, als heroisches Aufbäumen eines unterdrückten Volkes erzählen. Aber kratzt das irgendwen noch heute?
Wenn die Anarchos Krach machen und ein paar Autos kaputtschlagen, kann man das natürlich als Fortsetzung des Widerstandes in den 50er Jahre interpretieren. Wer's glaubt, wird selig ...........
Den Tibetern geht es heute ungefähr genausoviel besser, verglichen mit den 50er Jahren, wie uns.
Nur hatten sie eine weit niedrigere Ausgangsbasis, denn den Theokraten waren die Tibeter reichlich egal.

Timagoras
 
11
10.3.2009, 21:35


da Tibet, wie schon der name sagt,
Tibet ist, sind Chinesen dort fehl am platz. Tibet hat endlich seine unabhänigkeit zurückzuerhalten. daher sind alle Chinesen natürlich nach China zu überstellen und haben ihre kolonialgeschichte zu beenden. Tibet gehören nach Tibet, China hin oder her. Das versteht doch jede weinrebe, oder?

und wenn irgendeine weinrebe das nicht versteht, bitte hier nachfragen:

http://derstandard.at/?id=12345... id12307763

Grünwähler
00
10.3.2009, 16:05
Putschversuch? Wohl kaum!

Sondern der im Keim erstickte Anfang einer ernstzunehmenden Gewerkschaft.

Hardcoreboson
15
10.3.2009, 14:29
na das muss man sich ja auf der zunge zergehen lassen.

darf ich ein post von ihnen im nordirland forum zitieren:
"Da Nordirland, wie schon der Name sagt,
Irland ist, sind Engländer dort fehl am Platz. Nordirland hat endlich mit Irland vereinigt zu werden. Daher sind alle Engländer natürlich nach England zu überstellen und haben ihre Kolonialgeschichte zu beenden. Iren gehören nach Irland, Nord hin oder her. Das versteht doch jede Weinrebe, oder?"

bei tibet scheint das ploetzlich ganz anders zu sein ...

Es geht hier um mehr als bloß um Voggi1
10
10.3.2009, 22:12

Das Recht der "Ideologen"
;)

vaycha shanka
01
10.3.2009, 13:44

wow, ein stammtisch mit internetzugang, nicht schlecht.

Es geht hier um mehr als bloß um Voggi1
00
10.3.2009, 13:00
gehts besser.. "Das glaub ich nicht, Tim"

Die Interpretation des Bessergehens überlassen wir besser den Tibetern..

Ziemlich leichter Stessa
04
10.3.2009, 11:11

Sie machen - abgesehen von relativ an den Haaren herbeigezogenen Vergleichen - meiner Ansicht nach den typischen Kardinalfehler: "Den Tibetern geht es heute besser". Glauben Sie, ein Volk hätte nicht das Recht, selbst zu enntscheiden, WIE VIEL besser es gerne hätte, dass es ihm geht? Wenn mich jemand aus meiner Bruchbude rausholt und mich in ein goldenen Haus mit Gittern setzt und mir alles vorschriebt - vielleicht hätte ich, wenn man mich GEFRAGT hätte, lieber eine Variante der Verbesserung gewählt, wo ich - finanziell quantifizierbar - nicht ganz so gut aussteige, aber mir dafür mehr Rechte bleiben? Teile der Errungenschaften sind sicher zu goutieren, aber andere Teile sind reine Zwangsbeglückung, mit denen sich China Herrschaft "kauft".

Hardcoreboson
01
10.3.2009, 14:31
na schau mal was der wicht bei nordirland postet

da zeigt sich schon das es hier nicht um die sache an sich geht.

lilian
05
10.3.2009, 12:20
sehr richtig! vor allem sollte man aber eines nicht

vergessen: die chinesen kamen nicht, um den tibetern bildung und wohlstand zu bringen, sondern weil sie an deren bodenschätzen interessiert sind. DAS ist der grund, nicht die "gutherzigkeit" der chinesen.
was für ein hohn von chineschischer "befreiung" zu reden!

Linek Karl
 
62
10.3.2009, 08:13
Free Tibet?

Es ist schrecklich es sagen zu müssen, aber Tibet würde von den Chinesen von einem Sklavenhalterregime befreit. Solange die Lamas dort regierten war es nicht nur keine Demokratie, sondern die Hölle auf Erden für die meisten Tibeter. Kein Historiker hat bisher in Abrede gestellt, dass der Einmarsch der Han-Chinesen friedlich verlief und nur Racheaktionen früherer Sklaven an ihre Herren zu Blutvergießen führte. Natürlich hat sich die ehemalige Oberschicht nie mit den Chinesen abgefunden und 1959 die Eskalation betrieben. Die Mär von der Unterdrückung der Kultur wurde um dieses Datum herumgeknüpft. Die Kulturrevolution wurde zum Schlagwort, obwohl sie erst 7 Jahre später statt fand. Eigenartig. Übrigens der Potalapalast ist fertig renoviert.

Hardcoreboson
10
10.3.2009, 14:41
ich wuerde eher sagen

so ziemlich jeder historiker wuerde ihnen wiedersprechen - mit ausnahme der KP-pseudo-historikern. sehen sie wenn sie noch 1000 mal den selben unsinnigen schwachsinn posten, wird er dadurch auch nicht war. ich bin es auch leid ihnen hier immerwieder (so wie viele andere auch) jeden halbsatz aufs neue zu widerlegen (schauen sie einfach in den alten foren nach da steht ja eh schon alles).

vor der kulturrevolution gabs so laessige sachen wie den 'grossen sprung vorwaerts' (wieviel menschenleben hat der gekostet?) und einen kleinen krieg mit indien.

Linek Karl
 
01
10.3.2009, 17:39

Aus "Kleine Geschichte Tibets" von Karenina Kollmar-Paulenz:" Am 5. Oktober 1950 überquerten die Truppen der Volksbefreiungsarmee den Yantse und nahmen nach drei Wochen die Stadt Chamdo ein. [...] Obwohl der Fall von Chamdo der Volksbefreiungsarmee den Weg nach Lhasa öffnete, rückten die chinesischen Truppen zuerst nicht weiter vor, sondern versuchten über Propaganda die Tibeter von den Vorteilen eines Anschlusses an China zu überzeugen."
Massaker schauen anderes aus.

Hardcoreboson
10
12.3.2009, 11:37
nun ist besagte autorin keine historikerin

sondern eine religionswissenschafterin. es gibt bei dem thema natuerliche viele die sich gerne profilieren, weil das thema sich gut verkauft, allerdings ist nicht jeder der ein buch schreibt auch qualifiziert.

der einmarsch in tibet verlief zwar nicht als massaker, allerdings NICHT ohne kaempfe. einfach deshalb weil die tibetische armee kaum etwas entgegenzusetzten hatte. damit haben sie recht das es kein massaker war, allerdings ganz unblutig wars wohl auch nicht.

die blutige niederschlagung des volksaufstandes war ein massaker.

Es geht hier um mehr als bloß um Voggi
10
11.3.2009, 08:15

Schade um das Blatt das sie um Antwort bemühen
völlig zusammenhanglos und schon offen bemitleidenswert in der Ausführung

Es geht hier um mehr als bloß um Voggi
10
11.3.2009, 01:00
Kein Historiker hat bisher in Abrede gestellt, dass der Einmarsch der Han-Chinesen friedlich verlief ....

Also eigentlich wollte ich einen Beweis für die Behauptung, Tibet wurde "friedlich" annektiert (eig. "erobert", aber ein Widerspruch der Dialektik)
aber was kommt erstaunt selbst mich:
nichts.Oder doch was: ein verblüffende Verdrehung und Missdeutung der Geschehnisse
und eine Ignoranz geschichtlichen Argumentierens
Das Massaker findet in der Vergewaltigung der deutschen Sprache statt

Hardcoreboson
00
10.3.2009, 16:03
widersprechen mein ich natuerlich

vaycha shanka
00
10.3.2009, 13:47

na dann ist ja alles in ordnung. danke china.

Kommentar posten
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