Surfen im Café

11. März 2009, 16:17
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    foto: apa/robert jaeger

    Die ZeitungsleserInnen bekommen Gesellschaft: Das Internet hält Einzug in die Wiener Traditions-Kaffeehäuser

Kabellos ins Internet: W-LAN erobert Wiener Kaffeehäuser - Bisher wird das Angebot aber noch kaum kommuniziert

Wien - Kaffee, Kuchen, kabellose Internetverbindung: Die W-LAN-Technologie erobert als "zeitgemäßes Zusatzangebot" zum üblichen Zeitungs- und Magazinsortimentzusehends die Wiener Kaffeehäuser. Wo es eine drahtlose Internet-Verbindung gibt, ist aber gar nicht so leicht zu erfahren: Aktiv kommuniziert wird das Gratis-Angebot bisher nämlich kaum.

In den vergangenen drei Jahren habe sich das drahtlose Internet-Service in den Cafes stark durchgesetzt, sagt Maximilian Platzer, Klubobmann der Wiener Kaffeesieder und Chef des Café Weimar. "Ich selbst habe viele Betriebe dazu gebracht, W-LAN anzubieten." Mittlerweile sei die Hotspot-Dichte vor allem bei größeren Betrieben innerhalb des Gürtels sehr hoch. So verfügen etwa die bekannten Kaffeehäuser Landtmann, Prückel oder Sperl über das Drahtlos-Service.

"Plätze versitzen"

Am Anfang seien viele BetreiberInnen etwas "reserviert" gewesen, berichtet der Obmann: "Viele haben gesagt: 'Brauch ma des?'" Es hätte Befürchtungen gegeben, dass Laptop-BenutzerInnen die Atmosphäre zerstören oder "Plätze versitzen" würden. Dies habe sich aber nicht bewahrheitet.

"In zehn Jahren wird das ein Standard-Service sein", ist Wolfgang Krivanek, Geschäftsführer von Freewave überzeugt. Sein Unternehmen hat in Wien neben Hotels und anderen viel frequentierten Gebäuden auch zahlreiche Kaffeehäuser mit einem W-LAN-System ausgestattet.

Keine Stornos

Für das W-LAN-Serviece bezahlt der Cafetier einen monatlichen Pauschalbetrag - in der Regel 99 Euro. Die Kaffeehausbetreiber seien jedenfalls zufrieden. Nachträgliche Stornos von Lokalen, die das Service bereits abonniert haben, gebe es so gut wie keine.

So mancher Kaffee-Ausschenker ist allerdings noch nicht überzeugt vom Einzug der virtuellen Welt in ihr Lokal. "In einem alten Kaffeehaus sollen sich die Leute unterhalten oder Zeitung lesen, und nicht vorm Bildschirm sitzen und im Internet herumtun", gibt sich Gertrude Dinjer, Chefin des traditionsreichen Cafe Eiles, resolut. Von ihren Gästen habe auch noch niemand nachgefragt: "Das würde sich gar nicht rentieren", so ihre Schlussfolgerung. (APA)

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19 Postings
Der jüngste Richter
00
20.8.2009, 19:58
ich wohn direkt neben dem sperl

aber mir wäre noch nicht aufgefallen dass es dort einen w-lan-hinweis gibt.

finde das ein wenig eigen, wenn man so ein tolles service anbietet und es dann nicht bewirbt, um neue kunden reinzubekommen?

ein grund mehr, hinzugehen :-)

ist einfach netter in einem café im netz zu hängen, als daheim.

die dame vom eiles hat's einfach nicht kapiert. wo ist der unterschied ob ich mich hinter einer zeitung oder einem laptop bildschirm versteck? wenn es die Zeit ist, (sorry standard) ist die sogar wesentlich größer als mein laptop bildschirm...

christian decker
00
24.5.2009, 21:12
W-Strom wäre noch super

Ich sitze auch gerne im Kaffehaus und arbeite - allerdings immer dann, wenn ich wirklich meine Ruhe brauche - und dann hätt ich lieber W-Strom als W-Lan - und Kaffeehäuser mit Steckdosen sind rar...

Christian

a grünes stricherl
 
00
30.7.2009, 10:51
das ist leider richtig

mich wunderts eh dass die cafes und kaffeehäuser diese lücke einfach nicht erkennen wollen.

Markus Pirchner
00
13.3.2009, 13:24
"In zehn Jahren wird das ein Standard-Service sein"

Darf's ein bisserl früher sein, bitte? 10 Jahre, das sind mindestens 2 Internetgenerationen.

ubu roi
00
13.3.2009, 09:29

ganz ehrlich, das eiles... das ist doch bestenfalls eine kaffeehaus-karikatur, ein von vorn bis hinten verhunzter raum mit dem grauenvollsten teppichboden mitteleuropas. da wären ein paar bildschirme egal.

loer
02
12.3.2009, 14:57
Es ist immer eine Frage ...

... was man ums Geld geboten bekommt. Soweit ich informiert bin ist der Leistungsumfang von Freewave wesentlich größer als der eines Internetproviders und damit relativiert sich der Preis auch schon wieder.

Jedenfalls ist es müßig über Preise zu schimpfen ohne zu wissen, was man dafür bekommt. Ist ein Auto, das 40.000,- kostet, teuer? Würde mal sagen, dass das vom Auto abhängt und die Frage alleine stehend nicht zu beantworten ist.

loer
00
12.3.2009, 14:56
Es ist immer eine Frage ...

... was man um sein Geld geboten bekommt. Soweit ich informiert bin ist der Leistungsumfang von Freewave wesentlich größer als der eines Internetproviders und damit relativiert sich der Preis auch schon wieder.

Jedenfalls ist es müßig über Preise zu schimpfen ohne zu wissen, was man dafür bekommt. Ist ein Auto, das 40.000,- kostet, teuer? Würde mal sagen, dass das vom Auto abhängt und die Frage alleine stehend nicht zu beantworten ist.

Arne Karlsson
20
12.3.2009, 13:28
Vorratsdatenspeicherung ?

Wie sieht es denn damit aus ? Wenn der W-Lan Zugang "öffentlich" ist, tritt das Kaffeehaus als Provider auf und ist demnächst zur Registrierung der Teilnehmer und zur Vorratsdatenspeicherung verpflichtet, oder ???

yoghurtinator
 
00
8.10.2009, 09:10
Bei Bfree, Yesss etc

habens auch keine Registrierung, was wollens da Leut, die beim Kaffee ihre Mails checken, mit sowas quälen ?

Couchsurfer
31
12.3.2009, 10:18
Leider wird aus der Dienstleistungsgesellschaft nix werden


20,00 Euro für unlimitierten Zugang, und zusätzlich einmalig 60,00 Euro für nen schnellen guten n-Standard,z.B.: D-Link Router, und ca. 2 Euro Stromkosten für Router und Modem. Und natürlich Kaution einmalig 25 Euro, je nach Anbieter.

In Summe monatlich um die 25 Euro mit allem drum und dran.

Und ein netter Student oder Freund nimmt, dass ganze sicher gegen nen 10 Getränke Bon auch noch in Betrieb, wenn man sich nicht damit auskennen sollte; ist aber mittlerweile auch für Laien sehr einfach, zumindest mit bestimmten Geräten.

99 Euro dafür zu verlangen ist ja heutzutage richtige Abzocke, da damit ja keine weitere Arbeit verbunden ist. Meine insgesamt 3 Netzwerke, die ich in Betrieb genommen habe, laufen noch heute.

Sollbruchstelle
02
12.3.2009, 12:22
Keine weitere Arbeit?!

Ja genau. Ich weiß nicht, wie oft ich schon in Cafes mit Bastellösungen gesessen bin, wo etwas nicht funktionierte und der „nette Student” oder „Freund” gerade nicht erreichbar war und sich sonst keiner auskannte. Das ist keine Dienstleistung. Bei Freewave bekomme ich sogar Meldungen per RSS/Twitter, wenn wo was nicht funktioniert, wie es soll.

Háry János
01
12.3.2009, 17:39
Man merkt deutlich

dass ein Couchsurfer eben nur auf der Couch surft.
So wie er das sieht, genügt es, eine Haarschneidemaschine, Schere und Kamm zu kaufen, einen Hocker vor einen Spiegel zu stellen, um ein Friseurgeschäft zu eröffnen.

A.F.L.
35
11.3.2009, 18:36
Freewave?

Was, bitte sehr, soll bei € 99,-- im Monat "free" sein? Jeder bessere (Marken)provider bietet unlimitierten Internetzugang mit Funkrouter um ein Fünftel des genannten Preises!!!

heulsuse
21
11.3.2009, 17:43

99 Euros im Monat für einen gemieteten Router mit Internetverbindung ist ja wirklich geschmalzen.
Das rechnet sich wohl wirklich kaum.
Ich denke, dass sich viele Cafes eigene Lösungen zulegen.
Das würde wiederum erklären, warum sie ihre WLANs nicht an die große Glocke hängen und nur für Stammkunden diskret bereithalten.

Erich Hofbauer
00
12.3.2009, 10:36

z.B. Chello und einen WLAN-Router. Liste von WLANs in Lokalen: http://www.helge.at/wlan/

Shylock
02
11.3.2009, 19:32
...tolle Idee

das mit der Info nur an Stammkunden. Am besten, montieren sie auch an der Aussenfassade alle Merkmale eines Kaffeehauses ab. Dann bleiben die Stammgäste wirklich unter sich!

pace e bene
12
11.3.2009, 17:15
Twittern im Kaffeehaus

Vielleicht etabliert sich ein Twitter Netzwerk in den Wiener Kaffeehäusern. Eignet sich übrigens auch gut fürs Marketing.
www.twitter.com/cafe_vienna
www.twitter.com/cafe_stein

Sehr interessant ist auch
www.twittervision.com

Sollbruchstelle
00
12.3.2009, 12:44
pace e bene
11
12.3.2009, 08:24
Twitternetzwerk der Wiener Kaffeehäuser

Ein Twitternetzwerk der Wiener Kaffeehäuser könnte zb auch der Standard organisieren.
Die Entwicklung ist so und so nicht zu stoppen.Twitterseiten könnten dann als Marketinginstrument für Kaffeehäuser und auch für Zeitungen eingesetzt werden.

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