Wiener Börse am Montag: ATX etwas tiefer

9. März 2009, 19:03
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Leitindex kann Verluste am Nachmittag eingrenzen - voestalpine brechen 11,80 Prozent ein

Die Wiener Börse hat die Sitzung am Montag bei gutem Volumen mit etwas tieferen Notierungen beendet. Der ATX fiel 7,08 Punkte oder 0,50 Prozent auf 1.411,95 Einheiten. Damit lag die tatsächliche Entwicklung des Leitindex rund 41 Punkte unter der heutigen Händlerprognose im APA-Konsensus von 1.453 Punkten. Zum Vergleich die wichtigsten Börsenindizes um 17.30 Uhr MEZ: Dow Jones/New York +0,09 Prozent, DAX/Frankfurt +0,69 Prozent, FTSE/London +0,35 Prozent und CAC-40/Paris -0,59 Prozent.

Der ATX startete mit etwas tieferen Notierungen in die neue Woche. Das heimische Börsenbarometer rutschte zwischenzeitlich erstmals seit Oktober 2003 wieder unter die Marke von 1.400 Zähler ab, konnte seine Abschläge am Nachmittag aber zum Teil wieder aufholen.

Zu den Aktien im Blickpunkt zählten voestalpine und Wienerberger, die deutlich Federn lassen mussten. So brachen die Titel der voestalpine um 11,80 Prozent auf 10,76 Euro ein und Wienerberger schlossen um 7,03 Prozent tiefer bei 5,16 Euro. Ein Händler verwies hier auf eine kommende Indexumstellung.

"Zum Verfallstermin fallen voestalpine und Wienerberger aus dem EuroStoxx Select Dividend Index. Erste Group-Aktien werden hingegen aufgenommen", berichtete der Händler. "Bis zum Verfallstermin ist allerdings noch viel Zeit - dass die Meldung jetzt schon solche Wirkung zeigt ist doch überraschend", hieß es weiter. Andere Nachrichten zu den Unternehmen lagen jedoch nicht vor.

Bankenwerte höher

Bei den Bankwerten konnten Erste Group einen Anstieg um 4,12 Prozent auf 7,84 Euro vorweisen. Raiffeisen International schlossen um 1,31 Prozent höher bei 15,45 Euro. Unter den weiteren Indexschwergewichten legten OMV in einem festen europäischen Sektor um 3,35 Prozent auf 20,98 Euro zu. Telekom Austria gewannen 2,20 Prozent auf 10,20 Euro.

Die Versorger zeigten kein klares Bild. Während Verbund ein kleines Plus von 0,08 Prozent auf 23,82 Euro verbuchen konnten, mussten EVN ein Minus von 3,30 Prozent auf 10,25 Euro hinnehmen. Bei den Versicherern rutschten Vienna Insurance um 5,57 Prozent auf 16,10 Euro ab, während UNIQA 1,33 Prozent auf 15,99 Euro gewannen.

Erneut sehr schwach präsentierten sich Andritz mit minus 7,65 Prozent auf 17,50 Euro. UBS senkt das Kursziel von 26 auf 21 Euro und behält die "neutral"-Einstufung bei. Die Deutsche Bank senkt das Anlagevotum von "buy" auf "hold" und das Kursziel von 32 auf 21 Euro. JP Morgan setzt das Kursziel von 29 auf 25 Euro herab und belässt die Einschätzung unverändert bei "overweight".

Die zehn größten Kursgewinner

1. ROSENBAUER INTERNATIONAL AG +5,79 Prozent

2. ERSTE GROUP BANK AG +4,12 Prozent

3. OMV AG +3,35 Prozent

4. PANKL RACING SYSTEMS AG +2,27 Prozent

5. TELEKOM AUSTRIA AG +2,20 Prozent

6. JOWOOD PRODUCTIONS SOFTWARE AG +2,13 Prozent

7. FLUGHAFEN WIEN AG +1,65 Prozent

8. ATRIUM EUROP.REAL EST.LTD +1,60 Prozent

9. SPARKASSEN IMMOBILIEN AG +1,54 Prozent

10. HIRSCH SERVO AG +1,50 Prozent

Die zehn größten Kursverlierer

1. VOESTALPINE AG -11,80 Prozent

2. CHRIST WATER TECHNOLOGY AG -11,76 Prozent

3. ANDRITZ AG -7,65 Prozent

4. WIENERBERGER AG -7,03 Prozent

5. KTM POWER SPORTS AG -5,97 Prozent

6. HEAD N.V. -5,88 Prozent

7. VIENNA INSURANCE GROUP -5,57 Prozent

8. BENE AG -5,04 Prozent

9. HTI HIGH TECH INDUSTRIES AG -5,00 Prozent

10. CONSTANTIA PACKAGING AG -3,69 Prozent  (APA)

 

 

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