Schwein zum Frühstück

8. März 2009, 18:58
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"Wildes Wohnzimmer" auf VOX - Im Zooprogramm: alleinstehende Damen, die Affenbabys adoptieren und so ihre Einsamkeit beenden

Sunny und Elvis sind die Stars auf dem Kinderspielplatz. Immerhin klettern die beiden derart eloquent übers Gerät, dass selbst Tarzan an der Liane erblassen würde. Sunny und Elvis sind jedoch keine topmodisch benannten Kinder topmodischer Eltern, sondern gehen an der Leine ihrer Besitzerin Gassi. Es handelt sich um zwei Nasenbären mit deutschen Pässen, die am Sonntag im Frühstücksfernsehen in "Wildes Wohnzimmer" auf VOX gezeigt wurden.

Es ist dies eine von vielen Sendungen, die Sehern Zeitgenossen mit besonderen Faibles vorstellen. Während die Tiermutti auf dem Spielplatz ist, plagt sich ihr Freund André mit der zweiten freiwillig aufgehalsten Plage: Die Hausschweine Moritz und Smartie müssen ins Freie, um die Schweinerei zu Hause zumindest im Rahmen zu halten. Da möchte man die Geräusche solcher Nachbarn zu nachtschlafender Zeit gar nicht näher deuten.

Weiters im Zooprogramm: alleinstehende Damen, die Affenbabys adoptieren und derart ihre Einsamkeit im Doppelbett beenden. Auch hier gilt: Die von der Tierärztin erwähnten Blähungen des menschverwandten Bettgenossen in Gartenzwergdimension möchte man nicht in natura erleben.

Und auch die Riesenschlange, die in einem weiteren Beitrag die Hauptrolle spielt, bräuchte man nicht wirklich als Untermieter. Aus der Ferne jedoch - 1-a-Erweckungs-Fernsehen. (Karl Fluch/DER STANDARD; Printausgabe, 9.3.2009)

  • Äffchen und allerlei Getier in "Wilden Wohnzimmern".
    foto: vox

    Äffchen und allerlei Getier in "Wilden Wohnzimmern".

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