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Multifokallinsen sind seit 1982 auf dem Markt. Im Gegensatz zu Einstärkenlinsen können diese Kontaktlinsen das Sehen in die Nähe und in die Ferne korrigieren - wie Gleitsichtgläser, aber mit dem Vorteil, dass die Kopfhaltung nicht verändert werden muss.
Die erste Generation der Multifokallinsen waren Bifokallinsen, basierend auf dem alternierenden (abwechselnden) System. Zwei segmentförmige optische Zonen zeigen unterschiedliche Wirkung. Oben: Ferne, unten: Nähe.
Die neuen Multifokallinsen funktionieren nach dem Simultansystem. Der Kern der Linse fokussiert in die Nähe, fließende Übergänge machen die gleichzeitige Nutzung unterschiedlicher optischer Zonen möglich.
Hornhautschonend sind die neuen Linsen durch innovative Materialien. Eingesetzt werden Silikon-Hydrogel-Materialien, die sich je nach Hersteller in der Zusammensetzung unterscheiden. Silikon, das eigentlich wasserabweisend ist, wird durch Ober- flächenbearbeitung wasserfreundlich gemacht, die Linse ist dadurch immer benetzt. Besonders wichtig ist die Sauerstoffdurchlässigkeit. Sauerstoff erhält die Hornhaut transparent und klar und damit funktionsfähig. Wird die Hornhaut unterversorgt, kommt es zu Reizungen, Rötungen. Die Unverträglichkeit der Linsen ist die Folge.
Wie hoch die Sauerstoffdurchlässigkeit eines Kontaktlinsenmaterials ist, geben die Hersteller mit dem Dk/t-Wert an. (jub)
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