ORF-Juristen raten, Archivvertrag zu "überarbeiten"

8. März 2009, 18:25
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"Gibt Inhalt der gewollten Kooperation nicht präzise wieder"

Wien - DER STANDARD wollte Donnerstag von ORF-Sprecher Pius Strobl wissen, was die Rechtsabteilung von dem Exklusivvertrag der ORF-Enterprise mit dem Verlag Hoanzl über die Verwertung des ORF-Archivs vom Dezember 2008 hält. Nach Informationen der Zeitung wurde die Rechtsabteilung damit erst kurz vor den ersten STANDARD-Berichten am vergangenen Montag befasst. ORF-Sprecher Pius Strobl berichtete, die Rechtsabteilung habe den Deal als "Superprojekt" dargestellt, in den noch abzuschließenden Einzelverträgen über konkrete Produktionen gebe es noch Anpassungen.

"profil" zitiert nun aus einem Mail der ORF-Rechtsabteilung von eben jenem Donnerstag voriger Woche. Aus dem gehe vor allem hervor, der Vertrag mit Hoanzl solle "überarbeitet werden", da er den "Inhalt der gewollten Kooperation nicht präzise wiedergibt."

"profil" zitiert zudem Protestmails von ORF-Onlinedirektor Thomas Prantner, Rechtevermarkterin Beatrice Riesenfelder und Karl Steffek, dem Chef der Marketingtochter Radio Service. Steffek beschwerte sich laut "profil" bei der ORF-Rechtsabteilung per E-Mail: Der Vertrag verkaufe "den kompletten Hörfunk-Content in Bausch und Bogen an Hoanzl". (Doris Priesching/DER STANDARD; Printausgabe, 9.3.2009)

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