Drei Geheimnisträger leisten Widerstand

8. März 2009, 18:16
4 Postings

Österreich verbündet sich bei Bankgeheimnis mit Schweiz und Luxemburg

Wien/Zürich - Angesichts des verschärften internationalen Drucks auf Steuerparadiese und intensivierter Bemühungen um die Lockerung des Bankgeheimnisses wollen Österreich, die Schweiz und Luxemburg ihre Interessen als Finanzplätze abstimmen. Finanzminister Josef Pröll traf gestern, Sonntag, seine Kollegen Hans-Rudolf Merz (Schweiz) und Luc Frieden (Luxemburg), um über die Folgen einer schwarzen Liste zu beraten, die die G-20 vorlegen wollen. Die Schweiz fürchtet, darin aufgenommen zu werden. Aber auch Luxemburg und Österreich müssen sich wegen ihres Bankgeheimnisses vor anderen EU-Staaten rechtfertigen.

Das österreichische Bankgeheimnis war auch am Samstag Thema bei einem weiteren Treffen von Vizekanzler Pröll mit EU-Kommissionspräsident José Manuel Barroso in Wien. Pröll verteidigte den Schutz des Bankgeheimnisses, Ergebnisse des Treffens wurden nicht bekannt.

Österreich hat als Ausnahme zur EU-Regelung 2003 gemeinsam mit Luxemburg und Belgien durchgesetzt, statt Informationen über Konten und Kapitalerträge ausländischer Sparer weiterzugeben, auf diese eine Quellensteuer einzuheben und abzuführen. (APA, DER STANDARD, Print-Ausgabe, 09.03.2009)

Share if you care.