Strenger Grenzwert für Transfette in Österreich

9. März 2009, 11:28
81 Postings

Zwei Prozent des Gesamtfettwertes dürfen Transfette sein - Verordnung soll im Juni in Kraft treten

Wien - Gesundheitsminister Alois Stöger sagt den gefährlichen Transfetten den Kampf an. Bis März ist die "Österreichische Trans-Fettsäuren Verordnung" in Begutachtung. Sie sieht vor, dass ein Inverkehrbringen von Fetten und Ölen mit mehr als zwei Prozent Transfettsäuren verboten ist. Bei zusammengesetzten Lebensmitteln mit einem Fettgehalt von weniger als 20 Prozent soll ein Transfettsäuregehalt von bis zu vier Prozent erlaubt sein. "Die Verordnung soll jedenfalls noch vor dem Sommer in Kraft treten", kündigte Stöger eine zügige Vorgangsweise an. Realistisch sei ein Start noch im Juni.

Vorreiter Dänemark

Künstliche Transfettsäuren entstehen bei der Härtung von Pflanzenölen für Industriemargarine und Frittierfette und landen so in Plundergebäck, Pommes Frites und Schnitzeln. Diese Fette gelten als gesundheitsschädlich und können den Cholesterinspiegel erhöhen und Herz-Kreislauf-Erkrankungen auslösen. Österreich ist damit das zweite EU-Land nach Dänemark, das einen solchen Transfett-Grenzwert festsetzt. Das dänische Beispiel habe gezeigt, dass es weder zu einer Verteuerung der Lebensmittel noch zu einer Verengung des Angebots kommen werde, so Stöger.

Transfett-Wert "überfällig"

Als "sehr wichtiges Zeichen im Sinne der Gesundheitsvorsorge" wertet Ärztekammerpräsident Walter Dorner die angekündigte gesetzliche Beschränkung des erlaubten Transfett-Werts in Lebensmitteln. Angesichts der Zunahme an übergewichtigen Kindern und Jugendlichen in den letzten Jahren sei ein gesetzlich festgelegter Transfett-Wert "längst überfällig", so der Dorner. (APA/red)

  • Bild nicht mehr verfügbar

    Transfette gelten als gesundheitsschädlich und können den Cholesterinspiegel erhöhen und Herz-Kreislauf-Erkrankungen auslösen

Share if you care.