Firefox 3 hängt erstmals IE6 ab

8. März 2009, 10:55
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Alte Version des Microsoft-Browers verliert derzeit stark - IE7 stagniert - Auf derStandard.at ist Firefox 3 die am meisten verwendete Browser-Version

Betrachtet man die weltweite Browserverteilung, so ist der Internet Explorer weiterhin die klar dominierende Software, auch wenn man von der einstigen Alleinherrschaft mittlerweile bereits recht weit entfernt ist: Etwas mehr als zwei Drittel der Web-BenutzerInnen verwenden aktuell den Microsoft-Browser. Für die Weiterentwicklung des Internets als Ganzes ist aber oft gar nicht so sehr die kumulative Darstellung alle verschiedenen Browserausgaben von Interesse. Schließlich gibt es - gerade aus dem Blickpunkt der Web-Entwicklung - eklatante Unterschiede zwischen verschiedenen Version der selben Software, also etwa zwischen IE6 und IE7 - gar nicht zu reden vom IE8 mit seinem "standardkonformen" Default-Modus.

Umschichtung

Insofern lohnt also durchaus auch einmal der Blick auf aktuelle Verschiebungen zwischen den wichtigsten Browsergenerationen: Dabei zeichnen sich in den vergangenen Monaten massive Verschiebungen ab, Verschiebungen denen durchaus eine gewisse Signalkraft zugesprochen werden kann. So hat der Firefox 3 im Februar nun erstmals den angegrauten Internet Explorer 6 bei den weltweiten Zahlen von NetApplications hinter sich gelassen, 19,11 zu 18,85 Prozent lautet der aktuelle Stand.

Faktoren

Eine Verschiebung, die vor allem von zwei Faktoren angetrieben wird: Einerseits gelingt es dem Mozilla-Projekt sehr gut die eigenen NutzerInnen relativ rasch zur Benutzung der neuesten Generation ihrer Software zu bringen, nur 2,27 Prozent setzen noch den Firefox 2.x ein. Andererseits zeichnet sich in den letzten Monaten aber auch etwas ab, was die Web-EntwicklerInnen der Welt noch mehr freuen wird: Der IE 6 hat im vergangenen Jahr mehr als 10 Prozent an Marktanteil abgebaut.

Ranking

Als stärkste Einzel-Browserversion weist Netapplications den Internet Explorer 7 aus, der allerdings kaum von den IE6-Verlusten profitieren kann und seit Monaten stagnierende Werte aufweist. Die Marktanteile des IE6 wandern also - zumindest rein statistisch - direkt zur Konkurrenz, neben dem Firefox vor allem auch zu Apples Safari, in geringerem Ausmaß auch zu Google Chrome.

Lokal

Unter den LeserInnen von derStandard.at zeigen sich diese Effekte wie immer deutlich ausgeprägter: So zeigt ein Blick auf die Zahlen der ersten März-Woche, dass hier der Firefox 3 die dominierende Browserversion ist, mit 33,39 Prozent lässt man sogar den IE7 (29,65 Prozent) klar hinter sich. Der IE6 rangiert derzeit bei 18,96 Prozent, vor wenigen Monaten war die alte Internet Explorer-Ausgabe noch die stärkste Version des Microsoft-Browsers auf derStandard.at. (Andreas Proschofsky, derStandard.at, 08.03.2009)

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