Husslein: "Wäre mal was Neues, wenn Museen streiken würden"

7. März 2009, 16:52
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Belvedere-Direktorin: "Wir dürfen die Verweigerung von Budgeterhöhungen nicht länger kampflos hinnehmen"

Wien - Belvedere-Direktorin Agnes Husslein, derzeit Vorsitzende der Direktorenkonferenz der Bundesmuseen, will die "Verweigerung von Budgeterhöhungen nicht länger kampflos hinnehmen". In einem Interview mit der Tageszeitung "Die Presse" fordert sie erneut für die Bundesmuseen "wenigstens die Indexierung der Budgets" und empfände es im Falle einer nicht ausreichenden Budgeterhöhung einmal als "was Neues, wenn die Museen streiken würden". "Es könnten ja auch einmal die Künstler auf die Straße gehen", so Husslein.

Forderungen

Husslein nennt es einen "Vorteil, dass Claudia Schmied Kulturministerin geblieben ist. Sie versteht unsere Anliegen. Wir stellen ja nicht aus der Luft herbeigeholte Forderungen, sondern die Budgeterhöhung ist seit Jahren fällig." Schließlich werde Österreich "nur über die Kunst und Kultur wahrgenommen". Die Bundesregierung sei es "den Kindern und der Jugend schuldig, hier zu investieren - und nicht in Kasernen".

Kraft und Energie

Die Auswirkung der Finanzkrise auf die für viele Museen wichtigen Sponsoren hätten sich noch nicht eingestellt, "aber 2010 wird es schwieriger", so Husslein laut "Presse". Natürlich werde man "mehr gefordert sein, es wird mehr Kraft und Energie kosten, Sponsoren aufzutreiben. Heuer rechne ich noch nicht mit Einbrüchen", so Husslein. Die Besucherzahlen in den ersten beiden Monaten seien "in Ordnung", allerdings spüre man einen Rückgang der Touristen aus dem Fernen Osten sowie Spanien und Italien. Dafür laufe der Ost-Tourismus "weiter gut, er steigt sogar noch an, vor allem kommen mehr Russen. Dadurch ist die Bilanz ausgeglichen." (APA)

 

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