Schlagstöcke und Wasserwerfer

7. März 2009, 23:22
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Das deutsche Zweitligaspiel zwischen dem FC St. Pauli und Hansa Rostock wurde von schweren Ausschreitungen überschattet

Hamburg - Nach dem brisanten Nordderby der deutschen Zweitligisten  FC St. Pauli und Hansa Rostock (3:2)  ist es am Freitagabend zu schweren Krawallen gekommen. Fünf Polizisten, zwei Fans und ein Passant mussten mit Verletzungen ins Krankenhaus gebracht werden, wie die Feuerwehr berichtete. Die Polizei nahm fünf Menschen vorläufig fest und zehn weitere in Gewahrsam. Rund 1.350 Polizisten waren im Einsatz.

Bei einem Zweitligaspiel sei die Hamburger Polizei noch nie mit so vielen Beamten im Einsatz gewesen, erklärte eine Polizeisprecherin. Die Einsatzkräfte rückten mit mehreren Wasserwerfern an und setzte Schlagstöcke sowie Pfefferspray ein. "Die beiden Fangruppen sind so verfeindet, dass sie nur noch rot sehen", meinte die Sprecherin. Nun hat die Hamburger Polizei mehr Augenmaß bei der Ansetzung von Risikospielen gefordert. "Vor dem Hintergrund dieser Erfahrungen sollte ein solches Spiel beim nächsten Mal nicht noch einmal an einem Freitagabend stattfinden", sagte ein Polizeisprecher am Samstag.

Bereits vor dem Spiel war es zu Randalen gekommen. Die Polizei nahm den ersten St. Pauli-Fan bereits am Nachmittag fest, nachdem er Anhänger des Gastvereins provoziert hatte. Ein zweiter St. Pauli-Fan wurde vorläufig festgenommen, weil er einen Rostocker Fan mit einer Gaswaffe bedroht hatte. Randalierer aus beiden Lagern bewarfen Polizisten im Vorfeld der Partie mit Steinen, Flaschen und Böllern. Die Polizei rückte mit Wasserwerfern an, um die Angriffe zu beenden.

Nach Spielende kam es zu weiteren Ausschreitungen, Beamte wurden massiv angegriffen. Dabei wurde unter anderem ein 23-jähriger Polizist von Glasscherben schwer am Bein, ein Passant am Kopf verletzt. Beide wurden ins Krankenhaus eingeliefert. Gegen 22.00 Uhr hatte sich die Lage beruhigt.

Bereits beim Hinspiel in Rostock hatte es Ausschreitungen gegeben. 15 Menschen waren verletzt worden, darunter sechs Polizisten. 52 Personen waren in Gewahrsam genommen worden. "Dass es ein Problem mit den Rostocker Fans gibt, war allen vorher bewusst", sagte Corny Littmann, der Präsident des FC St. Pauli. Littmann war erleichtert, dass die Partie zu Ende gespielt werden konnte: "Zumindest ist es gelungen, das Spiel über 90 Minuten durchzuführen."

Nach der Niederlage wurde Hansa-Trainer Dieter Eilts beurlaubt, der Bundesliga-Absteiger rangiert auch in der zweiten Liga auf einem Abstiegsplatz. (APA/dpa/red)

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    Die Rostock-Fans heizten die Stimmung an...

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    Verkündeten mittels Schaals, was sie von St. Pauli halten...

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    Und wurden dabei von 1350 Polizisten beäugt.

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