Gedankensteuerung für Rollstühle

7. März 2009, 10:09
2 Postings

Mehrere Wegstrecken vorprogrammiert - Drei Jahre Entwicklungszeit

Italienische Forscher haben nach eigenen Angaben einen elektrischen Rollstuhl entwickelt, der sich mit Gedanken steuern lässt. Der Rollstuhlfahrer habe dabei die Auswahl zwischen mehreren vorprogrammierten Wegstrecken, sagte Professor Mattei Matteucci vom Polytechnischen Institut Mailand am Freitag.

Konzentration

Demnach muss sich der Rollstuhlfahrer auf einen auf einem Bildschirm angezeigten Begriff konzentrieren, etwa Badezimmer, Küche oder Schlafzimmer. Über am Kopf angebrachte Elektroden würden Signale an einen Computer geleitet, der den Rollstuhl dann an das gewünschte Ziel manövriere. Plötzliche Hindernisse können demnach mit Hilfe von zwei Lasern erkannt werden.

Drei Jahre

Die Forscher brauchten nach eigenen Angaben drei Jahre, um einen Prototypen des Rollstuhls zu bauen. Die Entwicklung einer marktreifen Version des High-Tech-Gefährts werde weitere fünf bis zehn Jahre dauern, hieß es. Derzeit arbeite das Institut daran, den Rollstuhl mit Hilfe des Ortungssystems GPS auch im Freien einsetzbar zu machen. Die Technik eignet sich den Angaben zufolge besonders für Menschen, die von Tetraplegie betroffen sind. Bei dieser Form der Querschnittslähmung sind sowohl Beine als auch Arme gelähmt. (APA/AFP)

Share if you care.