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Bestellpizza statt Restaurantbesuch
So kann man es auch machen: Im Restaurant "Oriental Aroma" im südenglischen Wooton Bassett ist das Essen dieser Tage umsonst. Beim Abschied drückt Besitzer James Huynh den Gästen sogar noch ein Pfundstück in die Hand. Die Aktion ist teuer, dafür ist sein Haus immer voll. "Wir verlieren kurzfristig", sagt Huynh, "aber langfristig lohnt es sich. Die Gäste schätzen, was wir für sie tun."
So weit mag nicht jeder gehen, obwohl die Restaurantszene im Königreich tief in der Krise steckt. Vergangenes Jahr machte ein sattes Drittel mehr Restaurants bankrott als 2007. Dieses Jahr soll es noch wesentlich schlimmer kommen.
Längst bleiben auch Starköche von der Krise nicht verschont: TV-Chef Antony Worrall Thompson musste zwei Drittel seines Restaurant-Imperiums schließen. Vom zigfachen Sternekoch Gordon Ramsay hört man, dass er Probleme mit seinem Überziehungskredit habe. Jungstar Tom Aikens, noch ein Sternekoch, ist pleite und lässt die Lieferanten auf einer Million Pfund Schulden sitzen.
Die Briten essen jetzt lieber zu Hause. So darf sich die Pizzakette "Domino's" über rasante Zuwächse freuen - 52 neue Filialen im letzten, bis zu 50 weitere in diesem Jahr. Auch Kentucky Fried Chicken profitiert von der Rezession. 9000 neue Jobs sollen geschaffen werden, um der Nachfrage nachzukommen. (Jochen Wittmann aus London)
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