Ösi-Duell am Samstag

6. März 2009, 16:41
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Hoffenheim vs Bremen oder Ibertsberger vs Prödl - Bayern ohne Van Bommel, Ribery und Toni gegen Hannover 96

Berlin - Die Chancen stehen nicht schlecht, dass Fußball-Österreich am Samstag im Fernsehen via Privatsender ATV (15.30 Uhr) in der Partie TSG 1899 Hoffenheim und Werder Bremen ein Duell zweier ÖFB-Legionäre zu sehen bekommt. Andreas Ibertsberger erhielt am Freitag in der Doping-Affäre vom DFB-Kontrollausschuss Grünes Licht und wird in den Reihen des Herbstmeister links in der Viererkette verteidigen, Sebastian Prödl dürfte wegen der Sperre von Naldo in der Werder-Innenabwehr von Beginn an zum Zug kommen.

Für Spannung ist gesorgt, denn beide Vereine benötigen in der 23. Runde dringend Punkte. Die drittplatzierten Nordbadener sind seit vier, die auf dem elften Rang aufscheinenden Hanseaten sogar seit fünf Liga-Partien ohne Sieg. Und Treffer scheinen ebenfalls angesagt, hat es doch im Herbst an der Weser mit einem 5:4 für die Gastgeber das bisher trefferreichste Spiel der Bundesliga-Saison gegeben. "Das 5:2 in Wolfsburg im Cup war die Wende", hofft Werder-Star Diego an den Start einer Aufholjagd.

Erst am Sonntag sind die anderen zwei Österreicher-Vereine im Einsatz. Ümit Korkmaz dürfte dabei mit Eintracht Frankfurt in Bielefeld auf der Ersatzbank "beginnen", während Christian Fuchs in Leverkusen Fixstarter in der Viererkette des VfL Bochum ist. "Für mich zählt nicht, wie viele Tore ich mache, sondern dass die Mannschaft erfolgreich ist. Ich muss einfach hart weiterarbeiten und alles daran setzen, dass es so weitergeht", sagte der Niederösterreicher, der zuletzt beim 3:2 gegen Energie Cottbus sein zweites Saisontor erzielt und wie Ibertsberger in der "Elf des Tages" im Fachmagazin "kicker" gestanden war.

Aufgrund der fast in jeder Runde wechselnden Tabellenführung verwehrt Franz Beckenbauer Titelprognosen. "Scheinbar will keiner Meister werden. Wenn man einen entscheidenden Schritt tun könnte, dann stolpert man wieder", meinte der "Kaiser", dessen FC Bayern in dieser Saison noch kein einziges Mal den Platz an der Sonne innehatte. Um nicht weiter an Boden zu verlieren, ist der fünftplatzierte Double-Gewinner im Heimspiel gegen Hannover 96 zum Siegen verurteilt.

"Wir müssen gewinnen, nach dem Cup-Aus gegen Bayer umso mehr", appellierte Vorstandschef Karl-Heinz Rummenigge und stärkte Trainer Jürgen Klinsmann, der aufpassen muss, das aus dem Gegenwind kein Orkansturm wird, den Rücken: "Er hat unser absolutes Vertrauen und unsere Unterstützung." Allerdings muss der Trainer ("Ich erwarte Feuer von der ersten Sekunde an") auf Kapitän Van Bommel (gesperrt), Regisseur Franck Ribery und Torjäger Luca Toni (verletzt) verzichten, Philipp Lahm steht hingegen wieder zur Verfügung.

Spitzenreiter Hertha BSC muss zum Angstgegner Energie Cottbus. Die Bilanz mit sieben Niederlagen in elf Duellen verheißt für die Berliner, deren bisher letzter Sieg gegen die Ostdeutschen fast sechs Jahre zurückliegt, nichts Gutes. Verfolger Hamburger SV, der nur einem Zähler Rückstand aufweist, tritt in Gladbach an. Der VfL Wolfsburg, hinter den Hoffenheimern Tabellenvierter, hat den Karlsruher SC zu Gast. (APA/dpa)

 

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