Wr. Börse: Weiterer ATX-Rückgang, wenige Gewinner

6. März 2009, 16:01
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Ein Kommentar aus dem Equity Weekly der Erste Group von Christoph Schultes

Der ATX musste in dieser Woche nach einem sehr volatilen Verlauf einen weiteren Rückgang von 2,5% hinnehmen. Nur vier Unternehmen schafften es auf Wochensicht, eine positive Performance aufzuweisen. Gewinner der Woche war diesmal die AUA (+9,5%) ohne bedeutende Neuigkeiten. Daneben konnten bwin (+6,3%) und Telekom Austria (+4,7%) deutlich zulegen, wobei letztere mit Hannes Ametsreiter einen neuen Vorstandsvorsitzenden präsentierte, der den nach Russland abwandernden Boris Nemsic ersetzen wird. Verlierer der Woche war der Flughafen Wien (-15,3%) nach einem negativen Report einer US -Bank. Weiterhin unter Druck waren zyklische Aktien, allen voran Wienerberger mit einem Minus von 13,2%. Neuigkeiten gab es diesmal von Intercell, die zu Beginn der Woche gute Zahlen für das abgelaufene Geschäftsjahr präsentierte. Weniger positiv wurde der bekannt gewordene Abgang des langjährigen Finanzvorstandes Werner Lanthaler vom Markt aufgenommen, dessen Ausscheiden wir übrigens auch sehr bedauern. Am heutigen Freitag präsentierte Andritz Zahlen für das Geschäftsjahr 2008, die unter den Erwartungen blieben. Bei den
Immobilenunternehmen präsentierten die CA-Immos überraschenderweise vorläufige Zahlen, die aber ebenfalls enttäuschten.

Mit 23. März wird EVN Palfinger im ATX ersetzen, nichtsdestotrotz stuften wir die EVN heute auf Halten zurück. Aus dem ATX Prime gestrichen werden Brain Force, Hirsch Servo, CQuadrat, Head, HTI, SWUT und SkyEurope aufgrund ihres niedrigen Streubesitzes. In der nächsten Woche geht die Berichtssaison weiter. Wir erwarten Zahlen von A-TEC, SBO, RHI, Zumtobel, Österreichische Post und AUA. Für Abwechslung wird jedenfalls gesorgt sein. Insgesamt bleiben wir weiterhin eher negativ eingestellt, was kurzfristige Prognosen anbelangt. Die momentan veröffentlichten Unternehmenszahlen sind meist schwächer als erwartet, und das wird sich auch in der nächsten Woche nicht so schnell ändern. Und auch von den internationalen Märkten können wir uns wenig Unterstützung erwarten.

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