Sozialpartnerschaft - Ein österreichisches Unikum

6. März 2009, 15:38
3 Postings

Emmerich Tálos hat eine umfassende Analyse über die Sozialpartnerschaft vorgelegt

In seinem Buch "Sozialpartnerschaft - Ein zentraler politischer Gestaltungsfaktor in der Zweiten Republik",  analysiert der Wiener Politologe Emmerich Tálos die Sozialpartnerschaft sowie ihre Bedeutung für Österreich. Seine Darstellung reicht von den historischen Wurzeln des Verbändessystems, der sozialpartnerschaftlichen Blütezeit in den 1970er Jahren, ihrem Bedeutungsverlust unter Schwarz-Blau sowie ihrem zarten Wiederaufleben seit der Regierung Alfred Gusenbauer.

Nachvollziehbar wird etwa auch, warum die Gewerkschaft in Österreich nicht so kampflustig ist, wie zum Beispiel in Frankreich. Nach Lektüre von Tálos' Buch ist klar, warum es für Österreichs Politik so relevant ist, wenn sich die Sozialpartner an einen Tisch setzen und zusammen ein Papier erarbeiten. Wer sich schon immer gefragt hat, welche Rolle die Sozialpartner eigentlich haben und welche Strategien sie anwenden, ist mit diesem Buch gut beraten. Tálos hat zudem die leserfreundliche Gabe, komplexe Inhalte in einfacher Sprache zu erklären. (red/derStandard.at, 6. März 2009)

Emmerich Tálos: Sozialpartnerschaft. Ein zentraler politischer Gestaltungsfaktor der Zweiten Republik. Studien Verlag 2008.

Share if you care.