Deutliche Mehrheit für Koalition Union-FDP

6. März 2009, 14:47
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Minus für Union und SPD - Große Koalition stößt auf Ablehnung

Mainz - Die meisten Deutschen wünschen sich für die Zeit nach der Bundestagswahl im September eine schwarz-gelbe Koalition aus CDU/CSU und FDP. Bei dem am Freitag veröffentlichten ZDF-Politbarometer erklärten 44 Prozent der Befragten, sie fänden es gut, wenn es zu einer solchen Regierung käme. Eine Fortsetzung der Großen Koalition fände dagegen nur die Zustimmung von 33 Prozent der insgesamt 1.319 Umfrageteilnehmer. Bei der sogenannten Sonntagsfrage der Forschungsgruppe Wahlen erlitten sowohl CDU/CSU als auch SPD Einbußen.

Wenn schon am nächsten Sonntag Bundestagswahl wäre, würden demnach 37 Prozent auf die Unionsparteien entfallen - ein Prozentpunkt weniger als beim jüngsten Politbarometer im Februar. Auch die SPD musste einen Punkt abgeben und kam auf 24 Prozent. Die FDP erhielte 15 Prozent (plus zwei), Grüne und Linke je zehn Prozent und die sonstigen Parteien zusammen vier Prozent - alle unverändert.

Bei der Beurteilung verschiedener Koalitionsvarianten nach der Bundestagswahl wird ein Bündnis aus CDU/CSU und FDP mit 44 Prozent Zustimmung und 32 Prozent Ablehnung klar favorisiert. Die Fortsetzung der Großen Koalition aus Union und SPD hielten dagegen 40 Prozent für schlecht und nur 33 Prozent für gut. Eine Ampelkoalition aus SPD, Grünen und FDP würden nur 26 Prozent befürworten, 50 Prozent sprechen sich dagegen aus. Auf die größte Ablehnung aber würde ein Dreierbündnis aus SPD, Grünen und Linke, stoßen: Nur 14 Prozent wären dafür, aber 69 Prozent dagegen. 66 Prozent der Befragten erwarten, dass es nach der Wahl zu einer Koalition von Union und FDP kommen wird.

Keine nennenswerten Veränderungen gab es bei der Frage nach der Kanzlerpräferenz. Die Amtsinhaberin und CDU-Vorsitzende Angela Merkel liegt mit nach wie vor 55 Prozent deutlich vor Herausforderer Frank-Walter Steinmeier, der minimal von 31 auf 30 Prozent fiel. Auch wenn es um die Lösung der Probleme im Rahmen der Wirtschaftskrise geht, setzt eine Mehrheit auf die Kanzlerin. 42 Prozent trauen dies eher Merkel zu, 27 Prozent Steinmeier. (APA/AP)

 

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