Gefechte im Nordosten

6. März 2009, 13:15
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Armee: Mindestens 35 tamilische Kämpfer getötet - Im Nordosten eingekesselte Rebellen versuchten Ausbruch

Colombo/New York - Bei Gefechten im Nordosten von Sri Lanka sind am Freitag nach Angaben der Armee mindestens 35 tamilische Rebellen getötet worden. Die Kämpfer der Befreiungstiger von Tamil Eelam (LTTE) hätten versucht, aus dem Kessel im Nordosten auszubrechen, in dem sie von der Armee umstellt sind, sagte ein Armeesprecher in Colombo. Die Truppen hätten die Rebellen zurückgeschlagen.

Ein Arzt im Kampfgebiet warnte angesichts der zahlreichen festsitzenden Zivilisten in der Region vor einer "humanitären Katastrophe". Wegen Artilleriegefechten und Luftangriffen nehme die Zahl der zivilen Opfer zu. Mangel an Nahrung und Medizin sorge für weitere Tote.

UN-Generalsekretär Ban Ki-moon "extrem besorgt"

Angesichts der zunehmenden Zahl der zivilen Opfer bei den Gefechten im Nordosten von Sri Lanka zeigte sich UN-Generalsekretär Ban Ki-moon "extrem besorgt". Der Konflikt müsse ohne den Tod weiterer Zivilisten dringend beendet werden, hieß es in einer am Donnerstag (Ortszeit) in New York verbreiteten Mitteilung Bans. Der UN- Generalsekretär rief die Regierung Sri Lankas und die Tamilen- Rebellen der LTTE dazu auf, die Gefechte auszusetzen, um Unbeteiligten die Flucht aus dem Kampfgebiet und Hilfsorganisationen den Zugang in die Region zu ermöglichen.

Seit einem Vierteljahrhundert kämpfen die tamilischen Rebellen mit Waffengewalt für einen unabhängigen Staat im Norden und Osten von Sri Lanka. Der Bürgerkrieg hat bereits mehr als 70.000 Menschenleben gefordert. Die Befreiungstiger kontrollierten bis zuletzt mit einem funktionierenden Verwaltungsapparat Teile der Insel Ceylon. In den vergangenen Monaten hat die Armee sie aber im Rahmen einer großangelegten Offensive stark zurückgedrängt. (APA/dpa)

 

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