Eheprobleme fördern metabolisches Syndrom

6. März 2009, 12:37
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Besonders Frauen leiden in angespannten Beziehungen häufig an Übergewicht und erhöhten Werten von Blutdruck, Blutfetten und Blutzucker

Chicago - Dauerhafte Eheprobleme belasten nicht nur die Seele, sondern schlagen auch auf die körperliche Gesundheit. Frauen leiden in angespannten Beziehungen langfristig häufig an Übergewicht und erhöhten Werten von Blutdruck, Blutfetten und Blutzucker, wie eine Studie der Universität von Utah zeigt. Diese Krankheiten haben oft gemeinsame Ursachen und verstärken sich gegenseitig. Die genannten Faktoren - mehrere davon fassen Mediziner als metabolisches Syndrom zusammen - steigern das Risiko etwa für Diabetes, Schlaganfall und Herzerkrankungen deutlich.

Depressive Symptome in belasteten Beziehungen

Die Psychologen aus Salt Lake City befragten 276 Ehepaaren über ihre Beziehung und untersuchten auch die Gesundheit der einzelnen Partner, die im Mittel seit 20 Jahren verheiratet waren. In belasteten Beziehungen nahmen bei beiden Geschlechtern depressive Symptome zu. Aber vor allem bei den Frauen stiegen mit der Unzufriedenheit auch Gewicht, Blutdruck, Cholesterinspiegel sowie die Zuckerwerte, wie Studienleiterin Nancy Henry auf einer Tagung in Chicago berichtete.

Dass dieser Effekt bei Männern nicht auftritt, erklärt sie damit, dass Frauen sensibler auf Beziehungsprobleme reagieren. "Wenn man sein Herzkreislauf-Risiko senken will, sollte man sich nicht nur um die traditionellen Risikofaktoren sorgen, sondern auch um die Qualität des Gefühlslebens", sagt der an der Studie beteiligte Psychologe Tim Smith. (APA/AP/red)

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