Vergesslichkeit für die Privatsphäre

6. März 2009, 12:43
2 Postings

Google verspricht keinerlei Standortdaten dauerhaft zu speichern - Staatliche Überwachungswünsche sollen ins Leere laufen

Mit der Veröffentlichung von Google Latitude ist auch eine heftige Diskussion um die damit verbundende Privacy-Problematik entbrannt. Immerhin ermöglicht das Service die exakte Standortüberwachung anderer Personen - wenn auch auf vollkommen freiwilliger Basis und mit der Möglichkeit den Aufenthaltsort manuell zu fälschen.

Daten

Trotzdem könnten so potentiell eine Datensammlung bei Google entstehen, mit der noch im Nachhineinexakte Bewegungsprofile einzelner NutzerInnen erstellt werden können, ein Informationspool, der auch für staatliche Überwachungsbehörden interessant sein könnte. Genau diesem will Google nun aber einen Riegel vorschieben, in Zusammenarbeit mit der Bürgerrechtsgruppe Electronic Frontier Foundation (EFF) hat man eine neue Policy für Latitude erarbeitet.

Vergessen

Diese sieht vor, dass künftig keinerlei Standortdaten bei Google auf Dauer gespeichert werden, die Position wird immer wieder aufs Neue überschrieben, alte Werte dabei gelöscht. Auch Log-Dateien sollen keinerlei gespeichert werden, wie Google versichert. Auf diese Weise soll verhindert werden, dass die Behörden versuchen, herauszufinden, wer etwa aller an einer Demonstration teilgenommen hat. (apo)

  • Bild nicht mehr verfügbar
Share if you care.