Fortis Bank befürchtet noch höherem Quartalsverlust

6. März 2009, 10:14
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Belgisches Kreditinstitut erwartet einen Nettoverlust von sechs Milliarden Euro

Brüssel - Die belgische Bank Fortis muss sich auf einen noch höheren Verlust gefasst machen als bisher angenommen. Das aus der Zerschlagung des Mehrländerkonzerns Fortis hervorgegangene Institut geht für das Schlussquartal 2008 von einem Nettoverlust von rund 6 Mrd. Euro aus, mindestens eine Milliarde Euro mehr als zunächst erwartet. Es sei wahrscheinlicher geworden, dass eine eigentlich erwartete Sondereinnahme ausfalle, teilte das Geldhaus am Donnerstagabend mit. Die Kernkapitalquote habe Ende 2008 aber trotzdem weiter bei rund zehn Prozent gelegen. Fortis gehört fast ganz dem belgischen Staat.

Am Freitag läuft die Frist für die Verhandlungen über die Zerschlagung der Fortis Holding ab. Im Februar hatten die Fortis-Aktionäre in Belgien gegen die Aufspaltung des Finanzkonzerns gestimmt und damit die Expansionspläne der französischen Bank BNP Paribas infrage gestellt. BNP wollte einen Mehrheitsanteil an der Fortis Bank übernehmen. Fortis war die Beteiligung am Kauf des niederländischen Rivalen ABN Amro zum Verhängnis geworden. Ende Oktober beschlossen die Regierungen Belgiens, Luxemburgs und der Niederlande die Zerschlagung des Instituts. (APA/Reuters)

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