"Ganztagsschule" für Lehrer

6. März 2009, 10:42
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Bildungsexperte Schilcher und Unternehmensberater Havranek wollen, dass Lehrer geregelte Arbeitszeiten haben

Klare Arbeitszeiten für LehrerInnen seien ein wesentlicher Beitrag, um den heutigen Anforderungen in den Schulen gerecht werden zu können - davon ist Unternehmensberater Christian Havranek überzeugt. Im Ö1-Morgenjournal schlägt er vor, dass Lehrer "von halb neun bis halb fünf an der Schule sein sollen, aber dann soll es auch aus sein. Das sind normale Arbeitsverhältnisse."

Eine Ganztagsschule, bei der Lehrer den ganzen Tag in der Schule sind und für Schüler immer erreichbar sind, fordert auch Bernd Schilcher. "Das ist natürlich nur möglich, wenn ein Arbeitsplatz geschaffen wird für jeden", so Schilcher im Ö1-Morgenjournal. Die Lehrer wären dann nicht mehr nur Stundenlöhner sondern würden ein Gehalt bekommen für eine definierte Leistung.

Angst um Bildungsstandort Österreich

Die Koalition Faymann-Pröll sei angetreten mit der Bemerkung, dass die Zukunft Österreichs in den Klassenzimmern entschieden werde. "Das muss man jetzt ernst nehmen und viel Geld in die Hand nehmen", ist der Bildungsexperte überzeugt. Ein Zuschuss von 400 Millionen bei 7 Milliarden sei in diesem Kontext einfach zu wenig.

Eine Ganztagsschule würde laut Schilcher auch die Lehrer entlasten und Burn-Out veringern: "Weil Schule dann viel mehr Spaß macht. Man hat mehr Zeit mit den Schülern, kann einen Beziehung herstellen, kennt sie einzeln."

In der derzeitigen Debatte würde ganz auf die Schüler vergessen, die ein Recht auf optimalen Unterricht hätten, sagt Schilcher, der sich um den Bildungsstandort Österreich sorgt. Wenn man nicht wolle, dass die Ministern zu solchen Maßnahmen greifen muss, dann müsse man ihr mehr Geld zur Verfügung stellen. (red/derStandard.at, 6.3.2009)

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