Wiener U-Bahn-Bau wurde mit Kunsteis abgesichert

5. März 2009, 19:27
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Wiener Linien: "Für unsere Ingenieure ist das das Normalste der Welt"

Köln/Wien - Die Ursache für den Einsturz des Kölner Stadtarchivs ist noch unklar. Es gibt Hinweise darauf, dass das Unglück mit dem U-Bahn-Bau zu tun haben könnte. Der Kölner Oberbürgermeister Fritz Schramma stellte bereits die Frage, ob in Zukunft unter bewohntem Gebiet überhaupt noch U-Bahnen gebaut werden sollen. "Für unsere Ingenieure ist das das Normalste der Welt", meint hingegen Johann Ehrengruber von den Wiener Linien.

Als Meisterleistung der sogenannten Neuen Österreichischen Tunnelbauweise (NÖT) gilt die im Vorjahr fertiggestellte U2-Verlängerung vom Schottenring Richtung Prater. Die Trasse hat minimalen Abstand zu einigen Gründerzeithausfundamenten. Der Tunnelbau wurde deshalb mit extrem sensiblen Messsonden überwacht. Der Schlüsselabschnitt war aber die Unterquerung des Donaukanals, bei der der Schildvortrieb mit einer Baugrundvereisung (Stickstoff) abgesichert wurde. Nach Fertigstellung der Stahlbetonröhre taute das stützende Eis einfach ab. (simo, DER STANDARD - Printausgabe, 6. März 2009)

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