Reaktor in Akw Fessenheim nach Dichtungsproblem stillgelegt

5. März 2009, 18:56
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Anlage am Samstag abgeschaltet

Strasburg - Nach einem Problem mit einer Dichtung ist einer der beiden Reaktoren des französischen Atomkraftwerks Fessenheim an der deutschen Grenze stillgelegt worden. Die Anlage sei am Samstag abgeschaltet worden, nachdem es zwei kleinere Vorfälle gegeben habe, teilte die Kraftwerksleitung am Donnerstag in einem wöchentlichen Rundschreiben mit. Die französische Atomaufsicht habe dies auf Stufe null der internationalen Störfallskala eingeordnet, die bis sieben geht.

Das Dichtungsproblem sei an einer Klappe im nichtnuklearen Teil des ältestens französischen Atomkraftwerks aufgetreten, erklärte die Kraftwerksleitung. Ein zweiter Vorfall habe sich während der Abschaltung ereignet, als eine Wasserpumpe eines Dampfgenerators ausfiel. Dadurch sei der Reaktor automatisch abgeschaltet worden.

Umweltschützer im deutsch-französisch-schweizerischen Dreiländereck fordern seit Jahren die Stilllegung von Fessenheim. Sie begründen dies mit dem Erdbebenrisiko im Oberrheingraben und den zahlreichen Pannen in dem 1977 in Betrieb genommenen Kraftwerk. Für den 23. März steht eine Inspektion der Internationalen Atomenergiebehörde IAEA an. Ab Oktober soll das Kraftwerk seine turnusmäßige Zehn-Jahres-Prüfung durchlaufen. Danach entscheidet die französische Atomaufsicht, ob die Anlage zehn weitere Jahre am Netz bleiben darf. (APA/AFP)

 

 

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