
Trichets skeptischer Blick auf die Zerfallstendenzen in der Eurozone.
Die Europäische Zentralbank hat die Zinsen auf 1,5 Prozent gesenkt. Doch das Auseinanderdriften der Eurozone kann sie damit nicht verhindern - im Gegenteil: Die Geldpolitik wird durch unterschiedliche Entwicklungen erschwert.
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Auch wenn die Europäische Zentralbank (EZB) der Wirtschaftskrise mit der Senkung der Leitzinsen um 50 Basispunkte auf das historische Tief von 1,50 Prozent Rechnung trägt: Die Zerfallstendenzen in der Währungsunion kann sie damit nicht bremsen. Im Gegenteil, der unterschiedlichen Wucht, mit der die Rezession einzelne Staaten trifft, wird die Geldpolitik der EZB nicht gerecht. "Eine wirkungsvolle Geldpolitik ist nicht mehr möglich, wenn die Fundamentaldaten auseinanderklaffen" , meint Wifo-Finanzmarktexperte Franz Hahn.
Sowohl bei der Wettbewerbsfähigkeit als auch bei der Stabilität der Haushalte vergrößert sich der Abstand laufend. Grob gesprochen fällt der Süden verglichen zum Norden (mit Ausnahme Irlands) laufend zurück, was sich in steigenden Zinsunterschieden widerspiegelt. Während Griechenland für seine Staatsschulden bereits 5,8 Prozent Zinsen zahlt, sind es im Falle Deutschlands drei Prozent.
Österreich bekommt diese Entwicklung ebenfalls ziemlich stark zu spüren. Den Finanzmärkten bereiten weniger Wettbewerbsfähigkeit und Defizit Sorgen, sondern das Ostrisiko der Banken. Der Druck hat zuletzt wieder zugenommen. Nachdem die Preise für die Ausfallsversicherung österreichischer Staatsanleihen bereits jene italienischer Papiere überholt hatten, wurde nun Gleichstand mit Griechenland erreicht. Damit - so das Kalkül der Märkte - ist die Gefahr eines Staatsbankrotts (gemessen an Credit Default Swaps; CDS) in Österreich nach der Irlands die größte im Euroraum.
Die Ratingagenturen sehen das anders, sie beteuern, dass Österreich - wie fast alle Euroländer - die Bestbonität AAA behalten wird. Moody's reiht das Land mit Deutschland, Frankreich, Spanien und der Schweiz in eine Gruppe mittelstarker Staaten ein. In Bezug auf die Finanzierbarkeit der Staatsschulden spricht die Agentur von einem "ernsten Test".
Erschwert wird die Lage durch die Unklarheiten der EU-Politik. Hilfen für ein in Schieflage geratenes Euroland sind per EU-Vertrag ausgeschlossen ("no bail-out"), auch die EZB darf nicht direkt helfen. Möglich wäre die gemeinsame Ausgabe von Staatsanleihen (Eurobonds) oder die Annahme von Staatsanleihen zur Besicherung von Krediten durch die Zentralbank. Doch fix ist das nicht. "Die gegenwärtige Weltkrise offenbart viele Schwächen des politischen Designs der Währungsunion" , hält Ökonom Fritz Breuss fest.
Mit der Zinssenkung musste EZB-Chef Jean-Claude Trichet zudem einräumen, dass die Wirtschaftskrise viel tiefer und langwieriger ist, als der Franzose bisher (laut) gedacht hatte: "Für die Zukunft erwartet der Rat, dass sowohl die globale als auch die Binnennachfrage 2009 nachlassen wird und sich erst danach eine schrittweise Erholung einstellen wird." In Zahlen ausgedrückt: Nach einem Minus von 2,2 bis 3,2 Prozent im laufenden Jahr wird 2010 mit einer Stagnation gerechnet (minus 0,7 bis plus 0,7 Prozent).
Nun rätselt man in der Branche über die Rezepte der Euro-Bank. Eine Nullzinspolitik wie in den USA sieht Trichet mit "Unannehmlichkeiten verbunden" . Weitere Finanzspritzen für die Wirtschaft - etwa der Ankauf von Unternehmensanleihen - gelten als wahrscheinlich. Trichet prüft.
Deutschlands Bundesbankchef Axel Weber, an sich Gegner der Nullzinspolitik, sagte hingegen, der vorhandene Spielraum für eine Zinssenkung sei noch "nicht ausgeschöpft" worden. (Andreas Schnauder/DER STANDARD, Printausgabe, 6.3.2009)
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"Printing money can be defined as the central bank financing of government debts. This is what happened in both Weimar and Zimbabwe and what the British government will insist it is not doing, although the short-term effect is similar.
According to the Maastricht Treaty, EU member states are not allowed to finance their public deficits by printing money. That is one reason why the Bank of England will buy government bonds from financial institutions, not directly from the government.
The Bank believes this form of QE is different because they are "printing money" as part of monetary policy - to prevent deflation. They are not printing money to help the government finance its deficit. Also, unlike Zimbabwe, this is only a temporary policy"
Österreich hat den Vorteil keine, im Verhältnis zur Gesamtwirtschaft gesehen, "übergroße" Finanzwirtschaft zu haben wie z.B. GB, CH u. IS.
Uni-Credit-BA ist italienisch.
Hypo-Alpe-Adria ist deutsch.
BAWAG-PSK hat einen US-Eigentümer.
Im "worst-case" muss man aus den österreichischen Banken eine "Erste Raiffeisen Volks -Bank" formen - ohne den Eigentümern für die dann eigentlich wertlosen Banken Geld zu bezahlen .
klingt vielleicht komisch, aber für 9 mio einwohner, 5 davon im arbeitsfähigen alter, würde das ja - gesamteuropäisch gesehen und von der leistungsfähigkeit der kommunikationstechnologien her gesehen - reichen - klagen wir nicht eh dauernd, dass alle gebühren zu hoch sind?
der rest ist eine frage der gleichen ausgangs- und sicherheitsbedingungen - wieder einmal ein punkt, in dem zumindest mir europa schmerzlich fehlt.
doch nicht behaupten wollen, dass alle kredite, die in den neuen mitgliedsländern vergeben wurden, faule kredite waren? dann wären sie's nämlich auch in den alten mitgliedsländern.
was natürlich nicht auszuschließen ist, nachdem so manche bilanz nun überdeutlich schrumpfen muss. u zwar genau nicht nur wegen der umsatzeinbußen im realwirtschaftlichen bereich (den haben die überproduzierenden und sich über das ausland selbst konkurrenzierenden industrien (wachsende bilanzvolumina!) - mal schauen: auto?, textil?, papier? seit jahren, ja jahrzehnten!) -, sondern weil zur bilanzgröße auch in großem umfang finanztransaktionen gehörten.
waren u sind investitionen in den osten da nicht sogar reeller? dort geht's ja um währungsstabilität.
... dass Arbeit die weitaus schlimmste epidemische Krankheit ist. Und Zinsen stellen das größte Verbrechen dar. Oder wie lässt es sich sonst erklären, dass trotz des Vorhandenseins von Bedürfnissen und Produktionsmöglichkeiten die Menschen in Not geraten? Wenn Geld das Problem ist, verbrennt es und organisiert Tauschhandel. Null Geld für Essen, Wohnraum, Bildung und Verkehrsmittel! 3 Stunden Arbeit, 10 Jahre lang für jeden Menschen. Enteignung der paar tausend Geld-
und Gierschweinen, die 90% des irdischen Reichtums in ihren Krallen halten, z.B. auch die Kath. "Kirche".
Und Schluss ist's mit der "Krise". Was wirklich fehlt, ist Mut und Überwindung der Denkfaulheit. Leider die Grundlage blutiger Konflikte.
..dann erübrigt sich das Problem mit Großgrundbesitz automatisch. Ohne Staat keine Vertragssicherheit. Wer dann noch Eigentum akkumulieren wollte (ohne es produktiv zu nutzen), müsste es teuer bewachen lassen und damit entweder abstoßen oder damit produzieren und Wohlstand bringen. Alle "Problemlösungen" laufen früher oder später ins Leere, solange die Staatskrake existiert.
Slums sind staatlicher Abfall. Kann mich nicht erinnern, dass es in irgendwelchen Stämmen bzw. vorstaatlichen Gesellschaften (ja sowas gabs wesentlich länger als es Staatengeschichte gab - Staat entstand erst durch Unterwerfung einer fremden Macht) je Slums gegeben hätte.
Keine Sorge. Der Staatszyklus geht mit dieser Krise seinem Ende zu. Der Herr hats gegeben..der Herr hats genommen...oder so ähnlich...
Alles über das Zentralbanksystem, warum wir alle nur mehr Girokonten, Kreditkarten und Bankomatkarten haben.
Wieso wurde der bargeldlose Zahlungsverkehr so forciert, wieso mussten viele Banken fusionieren, obwohl sie gut da standen, wieso können Banken hunderte Mrd. verheizen oder warum muss sich der Staat verschulden......
alles wird hier erklärt:
http://www.berndsenf.de
mfg
..Kapitalismus erzwingt Leistungsmaxima. Sozialismus Leistungsminima. Daher auch der Wohlstands-Unterschied in beiden Systemen. Beide aber sind staatsbasierend und daran scheiterts. Beim ersten am Zinseszins. Beim zweiten an der großflächigen Verarmung. Ausweg: Staat abschaffen.
Und wie koordinieren wir uns dann? Ich meine, welche Gesetze lassen wir gelten wenn es Streit zu schlichten gilt? Die Scharia?? Wer organisiert die Abwehr wenn irgendeine Räuberbane aus dem abgeschafften ex-Nachbarstaat anfängt über Dörfer und Städte herzufallen? Blackstone?? Wer sammelt das Geld zur Unterstützung von alten alleinstehenden Menschen? Oder lassen wir die einfach sterben, und raufen uns danach um den Rest vom Besitz??
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