Finanzhilfe für Österreichs Autozulieferer

5. März 2009, 17:21
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Wirtschaftsminister Mitterlehner plant Garantien für Anleihen

Brüssel - Wirtschaftsminister Reinhold Mitterlehner will der österreichischen Auto-Zulieferindustrie Staatshilfen in Form von Garantien für Anleihen zukommen lassen. Eine spezielle Arbeitsgruppe soll bis 16. März die Entscheidungsgrundlagen liefern, sagte Mitterlehner in Brüssel am Rande des Treffens der Wettbewerbsminister.

Insgesamt geht es um ein Volumen von ein bis zwei Milliarden Euro, pro Unternehmen sind 300 bis 500 Millionen eingeplant. Durch eine Staatshaftung bekommen die Unternehmen Geld zu deutlich besseren Konditionen. Es gehe darum, Wettbewerbsnachteile zu vermeiden, da andere Staaten die Branche mit Krediten und Haftungen unterstützten.

Fix sei der "Haftungsschirm" allerdings noch nicht, weil es im Finanzministerium "andere Auffassungen" gebe, betonte Mitterlehner. "Das Ergebnis kann auch sein, dass wir das nicht machen."

Von der Krise in der Autoindustrie betroffen sei auch das General- Motors-Motorenwerk in Aspern bei Wien. Das "Powertrain -Werk liefert Motoren und Getriebe für Opel.

"Wir befürchten große Probleme, wenn hier tatsächlich eine Insolvenz oder Schließung bevorstehen würde, da wären Zulieferbetriebe in diesem Zusammenhang ja auch betroffen", sagte Mitterlehner. Die deutsche Regierung wolle bis 12. März eine Klärung über die Strategie des amerikanischen Mutterkonzerns GM haben, sagte der Minister. (Michael Moravec aus Brüssel, DER STANDARD, Printausgabe, 6.3.2009)

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