Tsvangirai: Cholera-Epidemie "dramatisch untertrieben"

5. März 2009, 16:41
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Offiziell 4.000 Tote und 80.000 Infizierte - Ministerpräsident: Zahlreiche Fälle nicht in offiziellen Statistiken enthalten

Harare - Die Cholera-Epidemie in Simbabwe hat nach Einschätzung von Ministerpräsident Morgan Tsvangirai ein viel größeres Ausmaß als bisher angenommen. Zahlen der Weltgesundheitsorganisation (WHO), wonach bisher fast 4.000 Menschen an der Krankheit starben und mehr als 80.000 weitere sich infizierten, seien vermutlich "dramatisch untertrieben", warnte Tsvangirai am Donnerstag. Er begründete dies damit, dass zahlreiche Cholera-Fälle nicht in den offiziellen Statistiken auftauchten.

Simbabwe leidet unter der schlimmsten Cholera-Epidemie der letzten 15 Jahre in Afrika. Die Krankheit hat sich bereits auf andere Länder ausgebreitet. Das simbabwesische Gesundheitssystem steht angesichts eines Mangels an Medikamenten und streikenden Ärzten und Pflegern kurz vor dem Zusammenbruch. (APA/Reuters)

 

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