Spielplatz für Präsidententöchter, graue Haare für Obama

5. März 2009, 15:28
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Rutsche, Schaukel und Klettergerüst im Garten des Weißen Hauses, Präsident bereits nach 44 Tagen im Amt ergraut

Washington - Das Weiße Haus hat seit Mittwoch einen eigenen Spielplatz. Als die Töchter von US-Präsident Barack Obama, Malia und Sasha, aus der Schule kamen, erwartete sie im Garten unter anderem eine Rutsche, eine Schaukel und ein Klettergerüst. Die zur Vorstellung des Spielplatzes eigens geladenen Fotografen wurden jedoch enttäuscht - sie bekamen weder die zehnjährige Malia noch ihre drei Jahre jüngere Schwester zu Gesicht.

Vertreter des Personals berichteten jedoch, die beiden hätten ihre neue Abenteuerwelt mit Freudenschreien begrüßt. Auf ein weiteres Geschenk warten Malia und Sasha indes noch: Barack Obama hatte ihnen nach seiner Wahl auch einen Hund versprochen.

Nach 44 Tagen grau

Erst sechs Wochen im Weißen Haus und schon graue Strähnen - das Amt des US-Präsidenten scheint Barack Obama schwer zuzusetzen. US-Medien von der "New York Times" bis zum TV-Sender "Fox News" zeigten am Donnerstag Bilder über den rapide zunehmenden silbrigen Glanz an den Schläfen des 47-Jährigen. "Nun, das dauerte nicht lange", schreibt die New York Times" auf der Titelseite mit kaum verhohlenem Staunen. "Nur 44 Tage im Job und schon wird Präsident Obama grau." So schnell sei das bei seinen Vorgängern doch nicht gegangen.

Auch die "Washington Post" widmet sich ausführlich den neuen Schattierungen auf dem präsidialen Haupt. "Es ist nicht furchtbar viel Grau", zitiert das Blatt Obamas Leibfrisör, "aber er hat ein paar Strähnen." Spekulationen, der silbrige Glanz könnte eigens eingefärbt sein, um dem ansonsten eher jugendlich wirkenden Präsidenten in den gegenwärtig schweren Zeiten einen Hauch von mehr Reife und Autorität zu verleihen, weist der Coiffeur empört zurück. "Ich kann ihnen versichern, sein Haare sind sind hundert Prozent echt", versichert der Figaro, dessen Name lediglich als Zariff angegeben wird. Er würde Färben glatt ablehnen.

In der Ursachenforschung herrscht seltene Einigkeit unter den Medien: Die schwere Wirtschafts- und Finanzkrise, die taumelnde US-Autoindustrie sowie der Krieg in Afghanistan - Grund zum Sorgenmachen habe der Präsident genug. Dabei hat Obama das Phänomen bereits im Wahlkampf offen angesprochen. "Die Leute haben bemerkt, dass ich viel mehr graue Haare habe als vor Beginn meiner Kampagne", bemerkte er schon im vergangenen Sommer, "und das Grau kommt schnell." Auch etwa Bill Clinton, der 1993 mit jugendlicher Aura das Präsidentenamt angetreten hatte, sei im Weißen Haus zum "Silberfuchs" mutiert - allerdings habe er dazu zwei volle Amtsjahre gebraucht, wie die "New York Times" vermerkt. (APA)

 

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New York Times: Grayer after 44 Days

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