Mehr US-Geld für Abbas' Truppen

6. März 2009, 10:05
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Palästinenserpräsident soll gegenüber Hamas und Israel der Rücken gestärkt werden

Jerusalem - Die USA wollen die Sicherheitskräfte von Palästinenser-Präsident Mahmoud Abbas Diplomaten zufolge deutlich stärker finanziell unterstützen. Die Regierung von Barack Obama beabsichtige unter anderem, von der jordanischen Polizei ausgeführte Trainingsprogramme mit 130 Millionen Dollar (103,5 Mio. Euro) statt bisher 75 Millionen Dollar jährlich zu bezuschussen, verlautete am Donnerstag aus diplomatischen Kreisen in den USA und anderen westlichen Staaten. Eine offizielle Stellungnahme des US-Außenministeriums lag zunächst nicht vor.

Ziel der Maßnahme ist es offenbar, Abbas im innerpalästinensischen Machtkampf mit der radikal-islamischen Hamas den Rücken zu stärken sowie Forderungen nach einen eigenen Palästinenser-Staat zu unterstützen. Die neue US-Regierung macht sich für eine Zwei-Staaten-Lösung im Nahost-Konflikt stark. US-Außenministerin Hillary Clinton hatte am Mittwoch bei Gesprächen mit der palästinensischen Regierung in Ramallah im Westjordanland ihre Unterstützung für Abbas zum Ausdruck gebracht. Auf der Geberkonferenz für den Gazastreifen zu Wochenbeginn hatte sie 600 Millionen Dollar für die Palästinenser-Regierung von Abbas sowie 300 Millionen Dollar für den Wiederaufbau des kriegszerstörten Gazastreifens in Aussicht gestellt. (APA/Reuters)

 

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