Putin "äußerst besorgt" über Naftogaz-Razzien

5. März 2009, 14:32
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Gas-Lieferstopp droht - Kiew: Großteil der Schulden für Gaslieferungen überwiesen

Moskau - Russlands Regierungschef Wladimier Putin zeigt sich "äußerst besorgt" über Razzien beim ukrainischen Energieversorger Naftogaz. Er befürchtet negative Folgen in Bezug auf die russischen Gastransite durch die Ukraine. Besonders die "Absicht, das Erdgas auf dem ukrainischen Territorium zu beschlagnahmen" löse in Moskau Unmut aus, berichtete die russischen Nachrichtenagentur RIA Novosti am Donnerstag.

Laut dpa hat Putin der Ukraine mit einem neuen Gas-Lieferstopp gedroht. Sollte die Ukraine nicht fristgerecht bis zum kommenden Samstag (7. März) die Februar-Lieferungen bezahlen, werde es zur Unterbrechung der Gaslieferungen kommen, sagte Putin nach Angaben der Agentur Interfax in Moskau. Putin zufolge könnte dies dann auch erneut Folgen für Konsumenten in Europa haben. Die Ukraine teilte dagegen am Donnerstag mit, den allergrößten Teil der ausstehenden Summe, 310 Mio. Dollar (247 Mio. Euro), bereits überwiesen zu haben.

Eine Bestätigung aus Moskau stand zunächst aus. "Die restlichen 50 Millionen US-Dollar für Gazprom überweisen wir spätestens an diesem Freitag", sagte der Sprecher. Russische Medien hatten allerdings berichtet, die Ukraine schulde Moskau nicht 360 Mio., sondern 400 Mio. Dollar für die Februar-Lieferungen. Die Ukraine muss laut Verträgen spätestens am 7. eines Kalendermonats die Gaslieferungen für den Vormonat zahlen, berichtete die dpa. (APA)

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