Kürzere Rennen, neues Punktesystem

5. März 2009, 14:04
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Die FOTA schlägt eine Verkürzung der Rennen und ein neues Punktesystem vor - Sparkurs für Hybridsystem - Alle Teams bis 2012 fix in der Königsklasse

Genf - Die FOTA (Formula One Teams Association) schlägt eine Verkürzung der Rennen und ein neues Punktesystem für die Formel 1 vor. Künftig sollte kein Grand Prix länger als 250 Kilometer sein oder maximal 1:40 Stunden dauern, erklärte McLaren-Teamchef Martin Whitmarsh am Donnerstag in Genf.

Außerdem soll der Sieger eines Rennens künftig zwölf statt zehn Punkte erhalten. Der Zweitplatzierte bekäme in diesem Fall neun statt acht Zählern, der Dritte sieben anstelle von sechs Punkten. Zudem sei die Vergabe von WM-Punkten für den schnellsten Boxenstopp bei einem Rennen denkbar.

Sparen bei KERS

Im Zuge ihres Sparkurses für die Saison 2010 soll das teure Hybridsystem KERS vereinheitlicht und damit die Kosten um mehrere Millionen Euro gesenkt werden. Die Entwicklung des Standard-KERS werde demnächst ausgeschrieben, verkündete BMW-Motorsportdirektor Mario Theissen.

Theissen ist Mitglied der Technik-Arbeitsgruppe der Teamvereinigung FOTA. Das System zur Rückgewinnung von Bremsenergie ist ab dieser Saison erlaubt. Seine Entwicklung hatte die Etats der Rennställe schwer belastet. "Das ist bei weitem der größte Posten im Budget für 2009", erklärte FOTA-Präsident und Ferrari-Chef Luca di Montezemolo.

Formel 1 bis 2012 gesichert

Die FOTA sieht die Zukunft der Formel 1 dank massiver Einsparungen gesichert. Alle in der Königsklasse engagierten Auto-Hersteller sowie die unabhängigen Teams hätten trotz der weltweiten Wirtschaftskrise zugesichert, bis 2012 in der Formel 1 zu bleiben, versicherte  FOTA-Präsident Luca di Montezemolo.

"Die Krise bietet eine große Chance, die Formel 1 weiterzuentwickeln", sagte der Ferrari-Chef. Bis 2010 wollen die Rennställe die Kosten um die Hälfte im Vergleich zur vergangenen Saison senken.

Die in der Formel 1 engagierten deutschen Autobauer Mercedes und BMW haben die Pläne der Teamvereinigung FOTA für weitere Einsparungen und einen verbesserten Wettbewerb gelobt. "Ich sehe die Formel 1 mit diesem Maßnahmenpaket auf dem richtigen Weg", sagte BMW-Motorsportdirektor Mario Theissen am Donnerstag nach der Vorstellung des FOTA-Konzepts in Genf. "Es ist sehr positiv, dass sich alle Teams in dieser Unmissverständlichkeit vereint haben", lautete das Urteil von Mercedes-Motorsportchef Norbert Haug. (APA/dpa)

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    Zeit für neue Strukturen - auch in der Formel 1.

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    Luca di Montezemolo und Flavio Briatore schauen in eine gesicherte Formel-1-Zukunft.

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