Koubek schlägt gegen Schüttler auf

5. März 2009, 13:52
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Der Kärntner eröffnet das Davis Cup-Duell gegen Deutschland, darauf folgt die Partie Kohlschreiber gegen Melzer

Garmisch-Partenkirchen - Die Auslosung für den Davis-Cup-Länderkampf der Weltgruppe zwischen Deutschland und Österreich in Garmisch-Partenkirchen hat am Freitag bei den Deutschen mit der Nichtnominierung von Nicolas Kiefer für das Einzel eine kleine Überraschung gebracht. So startet am Freitag um 14.30 Uhr der Kärntner Stefan Koubek gegen Rainer Schüttler, danach hat der Niederösterreicher Jürgen Melzer gegen Philipp Kohlschreiber anzutreten.

Kohlschreiber war im ÖTV-Team um Kapitän Gilbert Schaller als deutscher Fixpunkt für das Einzel angesehen worden, Kiefer ist wegen seiner Routine und vor allem seiner Zu-Null-Bilanz gegen Koubek und vor allem Melzer (7:0) für die zweite Position erwartet worden. Der 31-Jährige wurde vorerst aber nur für das Doppel genannt, das er am Samstag demnach mit Debütant Christopher Kas gegen Julian Knowle/Melzer bestreiten soll.

Schaller rechnet mit Kiefer

Schaller glaubt freilich nicht, dass für sein deutsches Gegenüber Patrik Kühnen Kiefer kein Thema für die Sonntag-Einzel mehr ist. "Ich rechne fix, dass wir ihn hier im Einzel sehen werden", meinte der Steirer. Auffallend auch, dass Kühnen bei der Begründung seiner Nominierungsentscheidung mehrmals speziell auf die Freitag-Matches hinwies, der Auftakttag ist übrigens ausverkauft. Für die anderen beiden Tage will er sich wohl noch alles offen lassen.

So scheint alles andere als gesichert, dass Kiefer und Kas am Samstag tatsächlich auflaufen werden. "Diese Paarung ist überraschend", meinte Österreichs Doppelspezialist Julian Knowle. "Sie haben auf der Tour heuer noch nicht zusammen gespielt. Kas/Kohlschreiber und Kas/Schüttler hat es heuer hingegen schon gegeben." Schaller: "Es kann aber auch sein, dass Kiefer im Doppel noch ein Match bekommen soll, ehe er ins Einzel geht."

Kiefer hatte sein letztes Match ja am 7. Jänner beim Hopman-Cup in Perth bestritten, ehe er bis dato verletzt pausiert hat. Kühnen: "Es war für mich eine enge Entscheidung. Aber Philipp ist im Davis Cup schon sehr erfolgreich gewesen und Rainer war heuer in Chennai im Halbfinale und ist Deutschlands Nummer eins." Österreichs Aufstellung für den Hartplatz-Event brachte freilich keine Überraschung.

Koubek: "Der kann mich nicht wegschießen"

Der Weltranglisten-255. Koubek war zufrieden damit, die erste Partie zu spielen. "Das ist angenehm, da ich die ganze Woche über früher aufgestanden bin. Und 14.30 Uhr ist für den Davis Cup sowieso schon ein später Start." Der 32-jährige Villacher hat im Head-to-Head mit dem Weltranglisten-31. ein 4:4 stehen. "Er ist kein Spieler, der mich wegschießen kann. Ich rechne mit einigen langen Ballwechseln. Das ist gut, um in den Rhythmus zu kommen."

Melzer meinte, für seine Auftaktpartie gegen den Weltranglisten-37. Kohlschreiber gewappnet zu sein. "Daher kann ich gut damit leben, erst im zweiten Match dran zu sein." Bisher spielte der Ranking-32. drei Partien gegen den Augsburger, gewann eine davon. Ein weiterer Sieg des ÖTV-Profis war einer durch w.o. Kohlschreiber: "Melzer hat sich stark verbessert. Bei ihm ist die Tagesform entscheidend, er kann manchmal ganz große Dinge leisten."

In beiden Lagern wird in der Höhe von Garmisch (708 m) von einem engen Verlauf des Ländermatches ausgegangen, eine Entscheidung am zweiten Tag nach dem Doppel eher für unwahrscheinlich gehalten. Der Sieger dieser fünften Begegnung Österreich gegen Deutschland - Bilanz: 0:4 - trifft im Viertelfinale vom 10. bis 12. Juli entweder auf Spanien oder Serbien. Die ÖTV-Equipe würde die Serben empfangen und bei den Spaniern zu Gast sein. (APA)

Auslosung Davis Cup Weltgruppe/1. Runde:

Freitag, 14:30 Uhr: Rainer Schüttler - Stefan Koubek Philipp Kohlschreiber - Jürgen Melzer

Samstag, 13.30 Uhr: Nicolas Kiefer/Christopher Kas - Julian Knowle/Jürgen Melzer

Sonntag, 13.00 Uhr: Rainer Schüttler - Jürgen Melzer Philipp Kohlschreiber - Stefan Koubek

  • Trainer Schaller und Koubek sind farblich bereits voll auf das Ländermatch eingestellt.
    foto: epa/tobias hase

    Trainer Schaller und Koubek sind farblich bereits voll auf das Ländermatch eingestellt.

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