Regierung übernimmt Verantwortung für Massaker an 43 Bauern

5. März 2009, 13:33
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Verteidigungsminister bat Angehörige in Zeremonie um Verzeihung - Morde wegen angeblicher Unterstützung von Rebellen

Bogotá - Die kolumbianische Regierung hat die Verantwortung für ein im Jahr 1990 verübtes Massaker an 43 Bauern im Nordosten des Landes übernommen. Verteidigungsminister Juan Manuel Santos bat die Angehörigen der Opfer am Mittwoch in einer Zeremonie im Außenministerium in Bogota im Namen der Regierung um Verzeihung. Damit reagiert die Regierung auf ein Urteil des Interamerikanischen Gerichtshofs für Menschenrechte der Organisation Amerikanischer Staaten (OAS) von 2006. Darin heißt es, Kolumbien habe seinerzeit nicht die erforderlichen Maßnahmen getroffen, um die Bluttat zu verhindern.

Ultrarechte paramilitärs

Im Jänner 1990 hatten Mitglieder einer von Fidel Castano geleiteten ultrarechten paramilitärischen Gruppe die Ansiedlung Pueblo Bello bei Uraba an der Grenze zu Panama überfallen und sechs Dorfbewohner wegen angeblicher Unterstützung linksgerichteter Rebellen getötet. Weitere 37 Landarbeiter wurden mit Lastwagen verschleppt, gefoltert und ermordet, wie Ermittlungen ergaben. Die Lastwagen passierten dabei zwei Straßensperren des Militärs. (APA/AFP)

 

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