Fünf Highlights der heimischen Forschung zur Informationstechnologie

5. März 2009, 13:29
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IT-Forschungsprogramm "FIT-IT" kürte die besten Projekte 2008

Wien - Insgesamt fünf Highlights aus der heimischen Forschung zur Informationstechnologie (IT) wurden Mittwoch Abend in Wien bei der Auszeichnung der besten Projekteinreichungen der jüngsten Ausschreibung des Förderprogramms FIT-IT vor den Vorhang geholt. Darunter finden sich intelligente Analysemethoden für Videoüberwachungen, schnellere Übertragungsraten für die sogenannte Near Field Communication (NFC) und neue Wege, RFID-Chips "abhörsicher" zu machen. 2008 förderte das Infrastrukturministerium über FIT-IT insgesamt 35 Projekte mit rund 12 Mio. Euro.

"Embedded Systems"

In der Förderschiene "Embedded Systems", bei der das Projektvolumen insgesamt rund 4 Mio. Euro und die Fördersumme 2,4 Mio. Euro beträgt, gewann das Projekt "CLIC - Closed-Loop Integration of Cognition, Communication and Control". Durch die Koppelung von Echtzeitbilderfassung und adaptiver Bewegungssteuerung sollen automatisierte Prozesse flüssiger und effizienter ablaufen. In einem Demonstrationsprojekt soll laut dem beteiligten Wiener Hightech-Unternehmen TTTech ein autonomer Kran per Kamera erkennen können, wann ein LKW ankommt, und diesen beladen, ohne dass er anhalten oder warten muss. Projektpartner sind neben TTTech die Universität Klagenfurt und die Technische Universität (TU) Wien.

"Semantic Systems and Services"

Unter den Projekten der Programmlinie "Semantic Systems and Services" (Kosten: 1,9 Mio. Euro, Fördersumme 1,3 Mio. Euro) setzte sich "MAGNIFICENT - Multifaceted Analysis of News Articles for Intelligent User Context-Sensitive Presentation" durch. Dabei wollen das Österreichische Forschungsinstitut für Artificial Intelligence (ÖFAI) und die Bronner Online AG neue Wege finden, die Inhalte von Online-Medien auf den Leser zuzuschneiden. Dies soll einerseits anhand der Modellierung des typischen Leseflusses eines Benutzers geschehen, andererseits auf dessen Präferenz für bestimmte Artikel beruhen.

"Near Field Communication"

Unter den "Systems on Chip"-Projekten (Kosten: 5,3 Mio. Euro, Fördersumme 3 Mio. Euro) wurde "VHD - Very High Data Rates" zum Sieger gekürt. Die Projektpartner NXP Semiconductors, TU Graz, FH Oberösterreich und Universität Klagenfurt haben sich zum Ziel gesetzt, die Datenübertragung von kontaktlosen Smartcards und bei der "Near Field Communication" deutlich zu beschleunigen. Damit soll auch die Übermittlung von größeren Datenmengen, wie etwa die eines Fingerabdrucks bei neuen elektronischen Reisepässen, in weniger als 30 Millisekunden möglich sein. Bisher würde das noch mehrere Sekunden dauern, erklärte ein Projektmitarbeiter der Uni Klagenfurt.

Im Bereich "Visual Computing" (Kosten: 2,9 Mio. Euro, Fördersumme: 2,1 Mio. Euro) gewann das Projekt "OUTLIER - Online and UnaTtended Learning for Implicit Event Recognition". Im Rahmen des Projekts werden neue Analysemethoden für Videoüberwachungssysteme erforscht. Dadurch sollen ungewöhnliche Situationen auf öffentlichen Plätzen und im Verkehrsbereich automatisch von einem Computerprogramm erkannt werden. Projektpartner sind Joanneum Research, TU Graz und Siemens.

"Trust in IT Systems"

Das Siegerprojekt in der Programmlinie "Trust in IT Systems" (Kosten: 4,1 Mio. Euro, Fördersumme 2,6 Mio. Euro) will RFID-Chips sicherer vor einem unautorisierten Datenabruf machen. Bei "PUCKMAES - Physically UnCloneable KeyMAterial Extraction on Silicon" untersuchen der Halbleiterkonzern Infineon und die TU Graz Wege, aus kleinsten Schwankungen von Materialeigenschaften, die sich bei der Herstellung von Chips ergeben, kryptographische Schlüssel zu generieren.

Nach Angaben der Forschungsförderungsgesellschaft FFG, die das Programm im Auftrag des Infrastrukturministeriums abwickelt, fließen mit der Fördersumme von zwölf Mio. Euro und den Eigenmitteln der beteiligten Unternehmen insgesamt 18,8 Mio. Euro in die aktuellen FIT-IT-Projekte. (APA)

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