AK warnt vor Wundermitteln zum Abnehmen

5. März 2009, 14:08
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Produkte sind häufig nicht zum Abnehmen geeignet und weisen gefährliche Nebenwirkungen auf

Linz - Zu Beginn der Fastenzeit warnen die Konsumentenschützer der Arbeiterkammer (AK) Oberösterreich vor Wundermitteln gegen Übergewicht. Sie teilen den Markt in zwei Produktgruppen ein: jene, die wirkungslos sind, aber gefährliche Nebenwirkungen haben und jene, die zwar harmlos sind, aber nur der Geldbörse beim Abnehmen helfen. Experten raten eher dazu, die Ernährung langfristig umzustellen und mehrmals pro Woche Sport zu betreiben.

Abführmittel: Risiko Darmlähmung

Abführmittel - häufig als Schlankmacher beworben - seien vollkommen ungeeignet, hieß es in einer Presseaussendung am Donnerstag. Bei Dauereinnahme bestehe zudem das Risiko einer Darmlähmung. Präparate mit Brennnesselkraut, Wacholderbeeren oder Zinnkraut wiederum würden das Risiko von Blutgerinnseln erhöhen: Durch sie verliere man zwar kein Fett, aber viel Wasser. Jod-Pillen mit Extrakten aus Meeresalgen können Hautausschläge, Zittern, Herzklopfen und starkes Schwitzen sowie bei längerer Einnahme eine Schilddrüsenüberfunktion verursachen, warnen die Konsumentenschützer.

Harmlos aber wirkungslos

Mate-Tee, grüner Chongqing-Tee, Pu-Erh-Tee, Apfelessig oder Kombucha seien zwar harmlos, schmäler werde davon aber lediglich das Portemonnaie, warnen die Experten. Auch Schuheinlagen mit Noppen, die angeblich den Stoffwechsel beschleunigen, wenn man zwei Stunden am Tag damit spazieren geht, zählt die AK - ebenso wie Schlankheitspflaster oder Ozonbehandlungen - zur Kategorie "harmlos, aber wirkungslos". Allerdings: Täglich zwei Stunden gehen helfe sicher beim Abnehmen und gegen einen trägen Darm - auch ohne Einlagen, räumen die Konsumentenschützer ein. (APA)

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    Die Fastenzeit ist für viele Motivation auf dem Weg zum gewünschten körperlichem Ideal

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