Auto-Türen auf in Krisenzeiten

5. März 2009, 16:56
9 Postings

Mehr als 700.000 Besucher erwartet. Schweizer Bundespräsident schließt Staatshilfen für Zulieferer von Autoherstellern im Ausland aus

Genf (APA/dpa/sda) - Mitten in der größten Wirtschaftskrise der vergangenen Jahrzehnte ist am Donnerstag der 79. Genfer Automobilsalon eröffnet worden. Gezeigt werden unter anderem 130 Welt- und Europapremieren. Insgesamt sind 250 Aussteller vertreten, die rund 78.000 Quadratmeter Fläche gebucht haben. Damit ist die Messe trotz der Krise ausgebucht. Bis zum 15. März werden mehr als 700.000 Besucher erwartet. Einen immer wichtigeren Platz nehmen Autos mit Alternativantrieb ein. So sind Fahrzeuge mit neuer Technologie und neuen Energiequellen stärker präsent als in den vergangenen Jahren.

Der Schweizer Bundespräsident Hans-Rudolf Merz schloss Donnerstagvormittag bei der Eröffnung in seiner Ansprache staatliche Hilfen für Schweizer Zulieferer von krisengebeutelten Autoherstellern im Ausland aus.

Über 300 Schweizer Firmen mit einem erwirtschafteten Umsatz von gesamthaft 16 Mrd. Franken (10,8 Mrd. Euro) seien von den Produktionseinbrüchen betroffen. Der Ruf nach dem Staat erschalle vielerorts. Doch in der Schweiz werde es nicht zu staatlichen Interventionen kommen, sagte Merz laut Redetext.

Mit dem geplanten Einheitssatz der Mehrwertsteuer von 6,1 Prozent würde die Branche jährlich um 400 Mio. Franken entlastet, rechnete der Finanzminister dem Publikum vor.

"Ich bin überzeugt: Ihre Branche verfügt selbst über die Ausrüstung für schwierige Verhältnisse. Sie haben nämlich die Kraft zur Innovation im Motor und unser aller Wunsch nach Mobilität im Tank", sagte Merz.

Der Pfad der Innovation sei allerdings keine mehrspurige Autobahn, sondern ein bisweilen steiniger Weg voller unerwarteter Windungen und steiler Anhöhen. Um den Ansprüchen von Ökonomie und Ökologie gleichermaßen zu genügen, forsche die Autoindustrie zur Zeit vor allem an haushälterischen Antriebstechniken und nachhaltigeren Treibstoffen. (APA/dpa/sda)

 

  • Auch der Magna Steyr Mila EV ist in Genf zu sehen, ein Elektroauto mit 67 PS und einer druchschnittlichen Reichweite von 150 Kilometern.
    foto: autosalon genf

    Auch der Magna Steyr Mila EV ist in Genf zu sehen, ein Elektroauto mit 67 PS und einer druchschnittlichen Reichweite von 150 Kilometern.

Share if you care.